Rüstungskonzern KNDS prüft Übernahme von Mercedes-Werk

14. Mai 2026

Brandenburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Übernahmegespräche in Ludwigsfelde

Ludwigsfelde () – Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS verhandelt offenbar mit Mercedes-Benz über eine Übernahme des Werks in Ludwigsfelde südlich von . Das berichtet der „Spiegel“.

Während die deutsche Autobranche in der Krise steckt, boomt die Rüstungsindustrie. Nun verdichten sich die Anzeichen, dass beide Seiten miteinander ins Geschäft kommen könnten.

Der Rüstungskonzern, hervorgegangen aus einer Fusion zwischen Krauss-Maffei Wegmann und der französischen Nexter, will in den kommenden Jahren eine Milliarde Euro in neue Kapazitäten investieren, um die Nachfrage europäischer Armeen nach Panzern und Militärfahrzeugen bedienen zu können.

Im vergangenen Jahr hatte KNDS das von der Schließung bedrohte Alstom-Werk in Görlitz übernommen.

Für die kommenden Monate soll unter anderem eine Bestellung der Bundeswehr von bis zu 3.000 Exemplaren des Radpanzers Boxer im Raum stehen, den KNDS und Rheinmetall in verschiedenen Ausführungen produzieren. Zwar hat KNDS seine Produktion in ausgeweitet, sodass dort bis zu zehn Boxer pro Monat gefertigt werden können.

Das reicht jedoch für den erwarteten Großauftrag nicht aus.

Mercedes-Benz produziert in Ludwigsfelde seine sogenannten offenen Baumuster, insbesondere Fahrgestelle, für den Transporter Sprinter. Allerdings soll der Sprinter voraussichtlich von 2030 an im polnischen Jawor hergestellt werden.

Damit liefe die Fertigung in Ludwigsfelde aus.

Mit KNDS soll Mercedes nun darüber sprechen, das Werk sowie einen Teil der rund 2.000 Mitarbeiter zu übernehmen. Im Gespräch ist offenbar auch, vor einer Komplettübernahme zunächst einen Teil des Werks zu mieten und Militärfahrzeuge von KNDS sowie Vans von Mercedes parallel zu produzieren.

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Eine Entscheidung über die Zukunft des Standorts ist jedoch noch nicht gefallen.

KNDS prüft parallel eine Übernahme des VW-Werks in , das die Wolfsburger mangels Auslastung gern in andere Hände übergeben würden. Rheinmetall war interessiert, hat aber mittlerweile abgewinkt.

Mercedes wollte sich zu den Gesprächen mit KNDS nicht äußern, VW erklärte, man prüfe „tragfähige Perspektiven“ für Osnabrück nach dem Auslauf der aktuellen Fertigung im Jahr 2027 und stehe „mit unterschiedlichen Marktakteuren zu verschiedenen Optionen im Austausch“. KNDS bestätigte, man spreche mit mehreren Unternehmen über die Übernahme von Kapazitäten.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Flugabwehrsystem Skyranger 30 (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • KNDS verhandelt mit Mercedes-Benz über eine Übernahme des Werks in Ludwigsfelde.
  • KNDS plant, eine Milliarde Euro in neue Kapazitäten für die Produktion von Panzern und Militärfahrzeugen zu investieren.
  • Mercedes-Benz könnte Teile des Werks mieten, um Militärfahrzeuge und Vans parallel zu produzieren.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • KNDS und Mercedes-Benz verhandeln über Übernahme des Werks Ludwigsfelde
  • Betroffene Zielgruppe: Mitarbeiter (ca. 2.000) und europäische Armeen; Fokus auf Militärfahrzeuge
  • Entscheidung über Standortzukunft noch nicht gefallen; Fristen: Sprinter-Produktion soll 2030 nach Polen verlagert werden

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Übernahme des Werks in Ludwigsfelde durch KNDS aufgrund der boomenden Rüstungsindustrie
  • Notwendigkeit, Produktionskapazitäten für steigende Nachfrage nach Militärfahrzeugen zu erweitern
  • Mercedes-Benz plant Verlagerung der Sprinter-Produktion nach Polen, was zu Schließungen am Standort Ludwigsfelde führen könnte

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • KNDS verhandelt mit Mercedes-Benz über Übernahme des Werks in Ludwigsfelde.
  • Bundeswehr plant Bestellung von bis zu 3.000 Radpanzern Boxer.
  • Mercedes-Benz prüft Zusammenarbeit mit KNDS zur parallelen Produktion.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH