Verbrenner-Aus: Deutsche Position könnte Antriebswende ausbremsen

14. Mai 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

EU-Politik und Automobilmarkt in Berlin

() – Wenn sich Union und SPD mit ihren Vorschlägen zum EU-Verbrenner-Aus durchsetzen, dürften E-Autos laut einer Untersuchung langsamer Marktanteile gewinnen als erwartet.

Eine Analyse der Nichtregierungsorganisation Transport & Environment (T&E), über die der „Spiegel“ berichtet, prognostiziert eine E-Auto-Quote von 53 bis 76 Prozent an allen Verkäufen im Jahr 2035. Der bisherige Vorschlag der EU-Kommission hätte zu einem Anteil von 85 Prozent geführt.

Nach dem Willen der Koalition sollen Verbrenner, die nur mit Biokraftstoffen oder E-Fuels betankt werden, als „Nullemissionsfahrzeuge“ zählen. Zudem sollen großzügige Annahmen für den CO₂-Ausstoß von Plug-in-Hybriden weiter gelten, obwohl anonymisierte Nutzungsdaten zeigten, dass diese Hybride deutlich mehr Sprit benötigten als angegeben. In der Folge könnte die Branche weiter Verbrenner- und Hybridautos verkaufen und die Grenzwerte trotzdem einhalten.

T&E kritisiert, die Koalition handle gegen den Weltmarkttrend hin zu E-Autos.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Autoproduktion (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • E-Auto-Quote von 53 bis 76 Prozent bis 2035 erwartet, statt 85 Prozent mit EU-Kommissionsvorschlag
  • Verbrenner mit Biokraftstoffen oder E-Fuels sollen als "Nullemissionsfahrzeuge" zählen
  • CO₂-Ausstoß-Annahmen für Plug-in-Hybride bleiben trotz kritischer Nutzungsdaten bestehen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Union und SPD, Automobilindustrie, Verbraucher
  • E-Auto-Quote 53 bis 76 Prozent bis 2035, versus 85 Prozent laut EU-Kommission
  • Erlaubnis für Verbrenner mit Biokraftstoffen und E-Fuels als "Nullemissionsfahrzeuge"

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • mögliche Verzögerung des Marktanteils von E-Autos
  • unrealistische Annahmen über CO₂-Ausstoß von Plug-in-Hybriden
  • Verzögerungen durch Klassifizierung von Verbrennern mit Biokraftstoffen als "Nullemissionsfahrzeuge"

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Unterstützung von Verbrennern, die mit Biokraftstoffen oder E-Fuels betankt werden, als "Nullemissionsfahrzeuge"
  • Beibehaltung großzügiger Annahmen für den CO₂-Ausstoß von Plug-in-Hybriden
  • Möglichkeit für die Branche, weiterhin Verbrenner- und Hybridautos zu verkaufen und Grenzwerte einzuhalten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH