Städtebund kritisiert Entwurf für neues Heizungsgesetz

15. Mai 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Kritik am Heizungsgesetz in Deutschland

() – Der Deutsche Städte- und Gemeindebund kritisiert den Entwurf des neuen Heizungsgesetzes von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Hauptgeschäftsführer André Berghegger fordert Rechtssicherheit für seine Mitglieder.

„Es kann nicht dauerhaft Ziel sein, gleichzeitig Gasnetze weiterzubetreiben, Stromnetze für flächendeckende Wärmepumpen auszubauen und parallel neue Wärmenetze zu errichten“, sagte er dem „Spiegel“. Welche Infrastruktur sinnvoll sei, könne nur die kommunale Wärmeplanung vor Ort entscheiden. Berghegger fürchtet, dass widersprüchliche Förderanreize entstehen könnten. In diesem Fall prophezeit er, dass die Wärmewende volkswirtschaftlich ineffizient werde sowie Bürger, Wirtschaft und Kommunen finanziell überfordere.

Der Städtevertreter sperrt sich nicht grundsätzlich dagegen, dass mit dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz Erdgas mit einem Anteil von Biomethan als Alternative etwa zu Fernwärme oder Wärmepumpen möglich wird. Allerdings setzt dies voraus, dass Gasnetze weiterbetrieben werden.

Die Regierung müsse deshalb ein tragfähiges Maßnahmenpaket und eine Biomethan-Strategie vorstellen, damit diese neue Alternative überhaupt zur Anwendung kommen könne. „Besonders beim Einsatz grüner Gase fehlt bislang Verlässlichkeit“, kritisierte Berghegger. Er befürchte, dass die Kommunen durch das neue Gesetzesvorhaben überfordert werden könnten.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Heizungsrohre (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Deutscher Städte- und Gemeindebund kritisiert Entwurf des neuen Heizungsgesetzes.
  • Forderung nach Rechtssicherheit und kommunaler Wärmeplanung.
  • Sorge um widersprüchliche Förderanreize und Überforderung der Kommunen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppen: Kommunen, Bürger, Wirtschaft
  • Regionen: Deutschland
  • Bedenken hinsichtlich wirtschaftlicher Effizienz und Überforderung der Kommunen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kritik am Entwurf des neuen Heizungsgesetzes von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche
  • Forderung nach Rechtssicherheit und kommunaler Wärmeplanung
  • Bedenken hinsichtlich widersprüchlicher Förderanreize und finanzieller Überforderung der Kommunen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Rechtssicherheit für Mitglieder des Städte- und Gemeindebundes schaffen
  • Tragfähiges Maßnahmenpaket und Biomethan-Strategie entwickeln
  • Verlässlichkeit beim Einsatz grüner Gase sicherstellen
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