Staatsanwaltschaft Köln will HSH-Nordbank-Fall abgeben
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: Ermittlungen gegen HSH Nordbank in Köln
Köln () – Die Staatsanwaltschaft Köln will die Ermittlungen im Fall der HSH Nordbank offenbar an die Justiz in Hamburg abgeben. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Justizkreise.
In dem Verfahren ermittelt die Kölner Behörde seit 2018 wegen schwerer Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften, also der Mehrfacherstattung von Kapitalertragsteuern. Im Fall der HSH Nordbank wird gegen 26 Personen ermittelt.
Hintergrund der geplanten Abgabe nach Hamburg soll sein, dass die Kölner Staatsanwaltschaft sich nicht mehr als zuständig ansieht. Auslöser der Ermittlungen war der interne Bericht einer Kanzlei. Darin wurden mutmaßliche Steuerhinterziehungen der HSH Nordbank zwischen 2006 und 2011 in Höhe von mindestens 112 Millionen Euro dokumentiert.
Noch liegt der Fall in Köln. Weder die Kölner noch die Hamburger Staatsanwaltschaft wollten sich laut „Handelsblatt“ äußern. Köln ermittelt in insgesamt 138 Cum-Ex-Verfahren gegen 1.762 Beschuldigte.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Justicia (Archiv) |
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