Beraterjob für Ex-Minister weiterhin verboten

17. April 2026

Berlin - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Brandenburg: Politik und Integrität im Fokus

() – Ein ehemaliger Brandenburger Wirtschaftsminister darf bis Ende des Jahres nicht als Berater für eine Wirtschaftskanzlei arbeiten. Das hat das Oberverwaltungsgericht am Freitag entschieden, wie das Gericht mitteilte.

Damit wies es die Beschwerde des Politikers gegen ein entsprechendes Verbot der Landesregierung zurück.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die geplante Tätigkeit das Vertrauen in die Integrität der Landesregierung gefährden könnte. Der Ex-Minister war in seiner Amtszeit maßgeblich an der Ansiedlung einer Autofabrik in Brandenburg beteiligt.

Die Kanzlei, für die er nun arbeiten wollte, hatte das Land damals bei Grundstücksverkäufen und Genehmigungen für genau dieses Projekt beraten.

Nach Auffassung des Gerichts hatte der Politiker zudem Einfluss auf die Mandatierung der Kanzlei durch einen Landesbetrieb genommen. Inzwischen vertritt die Kanzlei den Autohersteller und steht dem Land nicht mehr zur Verfügung.

Diese Umstände könnten Zweifel an der Lauterkeit der Regierungsarbeit aufkommen lassen, wenn der Minister kurz nach seinem Ausscheiden für die Kanzlei tätig würde. Der Beschluss ist rechtskräftig.

Siehe auch:  Mann nach versuchtem Totschlag in Oberteuringen in Haft

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Justicia (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Ehemaliger Brandenburger Wirtschaftsminister darf bis Ende des Jahres nicht als Berater arbeiten.
  • Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wies die Beschwerde des Politikers zurück.
  • Entscheidung basiert auf der Gefährdung des Vertrauens in die Integrität der Landesregierung.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Ex-Brandenburger Wirtschaftsminister
  • Bis Ende des Jahres für Wirtschaftskanzlei gesperrt
  • Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ehemaliger Wirtschaftsminister soll Vertrauensverlust in Integrität der Landesregierung verhindern
  • Beteiligung an Ansiedlung einer Autofabrik; Kanzlei beriet Land bei Grundstücksverkäufen und Genehmigungen
  • Zweifel an Lauterkeit der Regierungsarbeit durch Nähe zur Kanzlei nach dem Ausscheiden aus dem Amt

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Ex-Wirtschaftsminister darf bis Ende des Jahres nicht als Berater arbeiten
  • Gericht wies Beschwerde des Politikers gegen Verbot der Landesregierung zurück
  • Entscheidung basiert auf der Gefährdung des Vertrauens in die Integrität der Landesregierung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH