SPD fordert mehr Befugnisse für Ordnungsdienste in NRW-Kommunen

22. Mai 2026

Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Kommunalpolitik in Nordrhein-Westfalen: Sicherheitsfragen

() – Die SPD-Fraktion im Landtag NRW hat eine Stärkung der rechtssicheren Handlungsmöglichkeiten der Kommunen gefordert. Dies teilten die innenpolitische Sprecherin Christina Kampmann und der kommunalpolitische Sprecher Justus Moor am Freitag mit.

Anlass ist die aktuelle Novellierung des Ordnungsbehördengesetzes (OBG), bei der die SPD insbesondere mehr Durchgriffsmöglichkeiten bei Vandalismus, Vermüllung und sicherheitsrelevanten Problemlagen im öffentlichen Raum verlangt.

Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte den Forderungen der Kommunen nach erweiterten Befugnissen eine Absage erteilt. Er verwies auf offene Fragen bei Personalbedarf, Qualifikation und Fortbildung der kommunalen Ordnungsdienste.

Die Novelle solle zunächst im Rahmen der bestehenden Konzeption von CDU und Grünen umgesetzt werden, die grundsätzliche Debatte über kommunale Kompetenzen sei aber nicht abgeschlossen.

Kampmann kritisierte, dass Sicherheit im öffentlichen Raum nicht allein durch Verweis auf offene Personal- und Ausbildungsfragen vertagt werden dürfe. „Wenn Städte und Gemeinden konkrete Instrumente einfordern, um auf Vandalismus, Alkohol-Exzesse oder Ordnungsstörungen schneller und rechtssicher reagieren zu können, dann braucht es dafür auch eine gesetzliche Grundlage im Ordnungsbehördengesetz“, erklärte sie. Moor ergänzte, die Kommunen wüssten am besten, wo es Brennpunkte gebe und welche Maßnahmen dort wirkten. „Die Antwort darauf darf nicht lauten, dass man sie auf unbestimmte Zeit vertröstet“, so der kommunalpolitische Sprecher.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Politesse verteilt Knöllchen (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • SPD-Fraktion in NRW fordert Stärkung der Handlungsmöglichkeiten für Kommunen im Ordnungsbehördengesetz.
  • Innenminister Herbert Reul lehnt erweiterte Befugnisse für Kommunen ab, verweist auf offene Fragen bezüglich Personal und Ausbildung.
  • Debatte über kommunale Kompetenzen bleibt offen, Umsetzung der Novelle soll im Rahmen der bisherigen Konzeption von CDU und Grünen erfolgen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Kommunen in Nordrhein-Westfalen
  • Zielgruppe sind lokale Ordnungsdienste und innenpolitische Akteure
  • Forderung nach gesetzlicher Grundlage zur Bekämpfung von Vandalismus und Ordnungsstörungen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Forderung nach mehr Handlungsmöglichkeiten für Kommunen bei Vandalismus und Ordnungsstörungen
  • Ablehnung der erweiterten Befugnisse durch Innenminister aufgrund offener Fragen zu Personal und Ausbildung
  • Kritische Anmerkung, dass Sicherheit nicht durch Personalfragen behindert werden sollte
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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