Melnyk fordert mehr Diplomatie von Europa

24. Mai 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Diplomatische Bemühungen im Ukraine-Konflikt

() – Der frühere -Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, hat die europäischen Staaten aufgefordert, diplomatisch stärker auf Russland einzuwirken. „Europa sollte sein gesamtes geopolitisches Gewicht auf die Verhandlungsschale werfen, um den Krieg möglichst schnell zu beenden“, sagte Melnyk dem „Tagesspiegel“.

Der ständige Vertreter der Ukraine bei den Vereinten Nationen erinnerte daran, dass er bereits Anfang 2024 und die europäischen Staaten aufgefordert hatte, diplomatische Initiativen auszuloten, wie man Putin durch Verhandlungen zum Frieden zwingen könnte. Leider sei dieser Vorstoß damals zurückgewiesen worden, viel Zeit sei vergeudet worden, so Melnyk.

Mehr als vier Jahre nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine erneuerte er nun seine Forderung. Auch heute sei es nicht zu spät, dass die EU, zusammen mit anderen Partnern wie dem Vereinigten Königreich und , eine zentrale Vermittlerrolle übernehme, um Russland vom Kriegspfad abzubringen und einen gerechten und dauerhaften Frieden herbeizuführen, sagte er.

Bereits vor wenigen Tagen hatte Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) öffentlich ihr Bedauern geäußert, Europa habe sich im Ukraine-Krieg zu wenig um diplomatische Lösungen bemüht. Merkel selbst wurde zuletzt als mögliche Vermittlerin zwischen der Ukraine und Russland ins Spiel gebracht. „Wer als Hauptverhandler im Namen aller Europäer mit Putin direkte Gespräche führen soll, ist keine einfache Frage“, sagte Melnyk. Er warb jedoch für einen aktiven Politiker als Vermittler. Es müsse „auf jeden Fall“ ein starker Staats- oder Regierungschef sein. Er oder sie sollte mit einem robusten EU-Mandat ausgestattet werden, forderte Melnyk und schloss die Altkanzlerin aus: „Ich glaube nicht, dass ehemalige Politiker wie Angela Merkel diese Aufgabe meistern können.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Fahne der Ukraine (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Andrij Melnyk fordert EU zu stärkeren diplomatischen Bemühungen gegenüber Russland auf.
  • Er schlägt vor, dass EU und Partner wie das Vereinigte Königreich eine zentrale Vermittlerrolle übernehmen.
  • Melnyk äußert, dass nur ein aktueller und starker Staats- oder Regierungschef als Hauptverhandler geeignet ist, und hält Angela Merkel für ungeeignet.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft europäische Staaten, Ukraine, Russland
  • Zielgruppen: Diplomaten, Staats- und Regierungschefs, EU, Vereinigtes Königreich, Norwegen
  • Fristen/Zeiträume: bis Anfang 2024, vier Jahre nach dem Überfall auf die Ukraine

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Aufforderung an europäische Staaten, stärker auf Russland einzuwirken
  • Erinnerung an gescheiterte diplomatische Initiativen Anfang 2024
  • Forderung nach aktiver Vermittlerrolle der EU und starkem Staatschef für Verhandlungen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Europäische Staaten sollen diplomatisch stärker auf Russland einwirken
  • EU mit Partnern wie dem Vereinigten Königreich und Norwegen soll zentrale Vermittlerrolle übernehmen
  • Aktiver Staats- oder Regierungschef als Vermittler gefordert, mit robustem EU-Mandat
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