Armutsforscher verlangt Wiedererhebung der Vermögenssteuer
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Sozialpolitik und Vermögenssteuern in NRW
Berlin () – Der Armutsforscher Christoph Butterwegge hat das Land Nordrhein-Westfalen dazu aufgefordert, im Bundesrat die Wiedererhebung der Vermögensteuer auf die Tagesordnung zu bringen.
Da sie „den Ländern zusteht, sollte sich Nordrhein-Westfalen, das mehr Steuereinnahmen braucht, im Bundesrat dafür einsetzen“, sagte der Politikwissenschaftler der „Rheinischen Post“. „Auch eine zeitlich befristete Vermögensabgabe wäre denkbar.“ Auf die Frage, wie hoch die Abgabe sein sollte, sagte Butterwegge: „Auf fünf Jahre verteilt zehn Prozent auf sehr große Vermögen.“
Hintergrund ist der siebte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, der am Mittwoch im Kabinett beschlossen wurde. Butterwegge war Mitglied im Wissenschaftlichen Gutachtergremium für den Bericht, an dem er scharfe Kritik übt. Der Bericht „beschreibt die Armut nur, blendet großen Reichtum völlig aus und verzichtet auf eine Analyse“, kritisierte Butterwegge. „Ein wachsender Teil der Bevölkerung hat das Gefühl, dass es ungerecht zugeht. Hierauf führe ich nicht zuletzt die Erfolge der AfD zurück“, sagte er.
Außerdem forderte der Armutsforscher eine Erhöhung des Mindestlohns auf mindestens 15 Euro sowie eine Grundsicherung, „von deren Regelleistung ihre Bezieher in Würde leben können“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Finanzamt (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Nordrhein-Westfalen soll im Bundesrat die Wiedererhebung der Vermögensteuer anstoßen.
- Vorschlag für eine zeitlich befristete Vermögensabgabe von zehn Prozent auf sehr große Vermögen über fünf Jahre.
- Forderung nach Erhöhung des Mindestlohns auf mindestens 15 Euro sowie einer ausreichenden Grundsicherung.
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- Betroffene: Nordrhein-Westfalen, sehr große Vermögen
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- Zahlen/Fristen: 10% Abgabe auf sehr große Vermögen, verteilt auf 5 Jahre; Mindestlohn auf mindestens 15 Euro erhöhen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Bedarf an höheren Steuereinnahmen in Nordrhein-Westfalen
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- Nordrhein-Westfalen soll im Bundesrat die Wiedererhebung der Vermögensteuer vorantreiben.
- Eine zeitlich befristete Vermögensabgabe wird als Option in Betracht gezogen.
- Erhöhung des Mindestlohns auf mindestens 15 Euro und Einführung einer ausreichenden Grundsicherung gefordert.
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