Innenminister beraten über AfD-Verbotsverfahren

4. Dezember 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in Bremen: AfD-Verbotsverfahren im Gespräch

() – Die Innenminister von Thüringen und , Georg Maier und Daniela Behrens (beide SPD), wollen mit ihren Amtskollegen bei der gemeinsamen Innenministerkonferenz in Bremen über ein mögliches AfD-Verbotsverfahren beraten. Das sagten die beiden Ressortchefs dem „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe). „Die SPD-Innenminister werden das Thema sicherlich beim Kamingespräch ansprechen“, sagte Maier. Behrens sagte: „Unser Rechtsstaat muss auch im politischen Raum im Umgang mit dieser Partei seine Wehrhaftigkeit zeigen.“

Das für Donnerstagnachmittag angesetzte Kamingespräch ist eine informelle Runde der Minister, bei der die heikelsten Themen besprochen werden. Anlass ist die Neugründung der AfD-Jugendorganisation „Generation “ (GD) am vergangenen Wochenende in Gießen. Diese habe sicherlich nicht zu einer Deradikalisierung der Partei beigetragen, sagte Maier. Das neue Führungspersonal verkörpere vielmehr „eine weitere Annäherung an das rechtsextremistische Vorfeld der AfD“.

Maier drängt zur Eile – auch, weil das Verwaltungsgericht wohl „zeitnah“ eine Entscheidung zur Einstufung der AfD als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ durch das Bundesamt für Verfassungsschutz treffen werde. „Wir müssen darauf vorbereitet sein“, sagte der SPD-Politiker. „Nichtstun ist keine Option.“

Behrens forderte von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), dass er das AfD-Gutachten des Verfassungsschutzes sowie die noch ausstehende Gerichtsentscheidung „extrem sorgfältig und vor allem ergebnisoffen prüft, um festzustellen, ob sich daraus tragfähige juristische Grundlagen für ein mögliches Verbotsverfahren ableiten lassen“. Ein solches Verfahren dürfe nur eingeleitet werden, wenn es rechtlich so belastbar sei, dass es vor Gericht Bestand habe. „Andernfalls sehe ich die erhebliche Gefahr, dass es den gegenteiligen Effekt erzielt und der AfD unbeabsichtigt, aber dafür umso nachhaltiger in die Hände spielt“, sagte Behrens.

Siehe auch:  Beamtenbund gegen Einbeziehung von Beamten in Rentenversicherung
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Werbematerial für AfD-Verbotsverfahren (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Innenminister von Thüringen und Niedersachsen planen Diskussion über AfD-Verbotsverfahren
  • Neugründung der AfD-Jugendorganisation "Generation Deutschland" wird als problematisch angesehen
  • Verwaltungsgericht Köln entscheidet bald über Einstufung der AfD als "gesichert rechtsextremistische Bestrebung"

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Innenminister von Thüringen und Niedersachsen (Georg Maier, Daniela Behrens)
  • Ziel: AfD-Verbotsverfahren diskutieren
  • Zeitrahmen: kurzfristig, Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln "zeitnah"

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Diskussion über ein AfD-Verbotsverfahren auf der Innenministerkonferenz in Bremen
  • Neugründung der AfD-Jugendorganisation "Generation Deutschland" als Anlass für Bedenken
  • Dringlichkeit aufgrund einer bevorstehenden Gerichtsentscheidung zur Einstufung der AfD als rechtsextremistisch

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Innenminister von Thüringen und Niedersachsen beraten über AfD-Verbotsverfahren bei Innenministerkonferenz.
  • Dringlichkeit zur Vorbereitung auf Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln zur Einstufung der AfD als rechtsextrem.
  • Forderung nach sorgfältiger Prüfung des AfD-Gutachtens des Verfassungsschutzes durch den Bundesinnenminister.

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