EU-Staaten einigen sich auf strengere Regeln für Abschiebungen

8. Dezember 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

EU-Politik: Strengere Regeln für Abschiebungen

Brüssel () – EU-Staaten haben sich auf strengere Regeln für Abschiebungen geeinigt. Bei einem Treffen der zuständigen Minister wurde am Montag eine Einigung auf eine Verordnung erzielt, die für eine Beschleunigung und Vereinfachung der Verfahren für die Rückführung von Personen sorgen soll, die sich illegal in den Mitgliedstaaten aufhalten.

Mit der Verordnung werden EU-weite Verfahren für ihre Rückführung geschaffen, Verpflichtungen für Personen ohne Aufenthaltsrecht festgelegt und Instrumente für die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten eingeführt. Außerdem wird den Mitgliedstaaten die Einrichtung von Rückführungszentren in Drittstaaten ermöglicht.

Der dänische Minister für Einwanderung und Integration, Rasmus Stoklund, sagte zu dem Beschluss, dass drei von vier irregulären Migranten, die eine Rückkehrentscheidung erhalten haben, weiterhin in der EU bleiben, anstatt in ihre Heimat zurückzukehren. „Ich bin überzeugt, dass die neuen Vorschriften erheblich dazu beitragen können, diese Zahlen zu verbessern.“ Er hob hervor, dass erstmals Verpflichtungen für illegal aufhältige Drittstaatsangehörige eingeführt werden und die Mitgliedstaaten ein besseres Instrumentarium erhielten, einschließlich längerer Haftzeiten und Einreiseverbote.

Die Verordnung sieht auch spezielle Maßnahmen für Personen vor, die ein Sicherheitsrisiko darstellen. Diese könnten mit einem Einreiseverbot belegt werden, das die übliche Höchstdauer von zehn Jahren überschreitet oder sogar unbefristet ist. Die Mitgliedstaaten können zudem Haftstrafen verhängen, die länger als gewöhnlich vorgesehen sind. Die gegenseitige Anerkennung von Rückkehrentscheidungen ermöglicht es den Mitgliedstaaten, eine von einem anderen Mitgliedstaat erlassene Rückkehrentscheidung direkt durchzusetzen, ohne ein neues Verfahren einleiten zu müssen.

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Die Einigung soll dem Rat als Grundlage für die Aufnahme von Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament dienen, um sich auf einen endgültigen Rechtstext zu einigen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Strengere Regeln für Abschiebungen in der EU vereinbart
  • EU-weite Verfahren für Rückführungen und Verpflichtungen für Personen ohne Aufenthaltsrecht eingeführt
  • Möglichkeit zur Einrichtung von Rückführungszentren in Drittstaaten ermöglicht

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft EU-Staaten und Drittstaatsangehörige
  • Zielgruppe: Personen ohne Aufenthaltsrecht, insbesondere irreguläre Migranten
  • Maßnahmen: längere Haftzeiten, Einreiseverbote über zehn Jahre, gegenseitige Anerkennung von Rückkehrentscheidungen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • EU-Staaten wollen Verfahren zur beschleunigten Rückführung von illegalen Migranten vereinfachen und einheitlich regeln.
  • Hohe Zahl irregulärer Migranten bleibt trotz Rückkehrentscheidungen in der EU.
  • Einführung zusätzlicher Verpflichtungen und Maßnahmen für Personen ohne Aufenthaltsrecht, einschließlich längerer Haftzeiten und Einreiseverbote.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einführung von EU-weiten Verfahren für die Rückführung von illegalen Migranten
  • Verpflichtungen für Personen ohne Aufenthaltsrecht festgelegt
  • Mitgliedstaaten dürfen Rückführungszentren in Drittstaaten einrichten
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