Auswärtiges Amt fürchtet Folgen gekürzter humanitärer Hilfe

9. Dezember 2025

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Außenpolitik und humanitäre Hilfe in Berlin

() – Das Außenministerium warnt vor den möglichen Folgen von gekürzter humanitärer Hilfe.

„Wir haben in Syrien gesehen, was die Kürzungen 2013 bewirkt haben. Das darf uns nicht wieder passieren – unsere Außenpolitik muss weitsichtig sein“, sagte Serap Güler (CDU), Staatsministerin im Auswärtigen Amt, dem „Spiegel“ und dem ARD-Magazin „Report Mainz“. Vor der Flüchtlingskrise von 2015 kürzte die internationale Gemeinschaft die humanitären Mittel für syrische Geflüchtete in der Region, viele zogen weiter.

Trotz des Bürgerkriegs im streichen etwa die USA, , Großbritannien und die ihr Budget für die humanitäre Hilfe zusammen. Auch die Bundesregierung kürzte die Gelder im Haushalt 2025 im Vergleich zum Vorjahr von 2,2 Milliarden Euro auf rund eine Milliarde Euro. 2026 soll es dabei bleiben – obwohl Schwarz-Rot im Koalitionsvertrag das Gegenteil versprochen hatte.

Die Kürzungen verschärfen die ohnehin kritische Lage im Sudan und seinen Nachbarländern: Hilfsorganisationen wie das UN-Flüchtlingshilfswerk oder das World Food Programme müssen die Versorgung einschränken. Europäische Staaten schauen mit Sorge auf die Region, wie aus internen Lageberichten und Gesprächsprotokollen hervorgeht, über die der „Spiegel“ und „Report Mainz“ berichten.

Die Versorgung in den Flüchtlingscamps im Sudan sei so miserabel, dass weitere Vertreibungswellen Richtung Tschad, Ägypten und zu erwarten seien, heißt es in einem Lagebericht. Verschlechterte Lebensbedingungen und die unsichere Lage in Libyen könnten die Sudanesen „weiter dazu ermutigen, nach Europa zu fliehen“.

Siehe auch:  Gewerkschaft kritisiert hohe psychische Belastung von Polizisten

Die Zahl der Ankünfte auf der griechischen Insel Kreta habe sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht, heißt es weiter. Die Rede ist von einem „erhöhten Migrationsdruck nach Griechenland und Italien“. Vertreter der ungarischen und lettischen Regierung warnten Ende November laut Sitzungsprotokoll vor einer „unvorstellbar großen kommenden Migrationswelle“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Auswärtiges Amt (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Außenministerium warnt vor Folgen gekürzter humanitärer Hilfe, erinnert an 2013 in Syrien.
  • Bundesregierung kürzt humanitäre Gelder für 2025 von 2,2 Milliarden Euro auf rund 1 Milliarde Euro.
  • Ankünfte auf der griechischen Insel Kreta haben sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: syrische Geflüchtete, sudanesische Bevölkerung, europäische Staaten
  • Wirkung: Kürzung humanitärer Mittel verschärft Krisen, erhöht Migrationsdruck nach Europa
  • Zahlen: Kürzung der deutschen Gelder von 2,2 Milliarden Euro auf rund eine Milliarde Euro in 2025, Ankünfte auf Kreta fast verdreifacht im Vergleich zum Vorjahr

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kürzungen der humanitären Hilfe führen zu kritischer Lage im Sudan und Nachbarländern.
  • Schlechtes Versorgungssystem in Flüchtlingscamps verursacht mögliche neue Vertreibungswellen.
  • Erhöhter Migrationsdruck nach Griechenland und Italien aufgrund verschlechterter Lebensbedingungen.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Warnung vor den Folgen gekürzter humanitärer Hilfe
  • Kürzungen der humanitären Mittel im Haushalt 2025
  • Einschränkung der Versorgung durch Hilfsorganisationen in der Region
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)