Wirtschafts- und Innenministerium blockieren Bürgergeld-Beschluss

10. Dezember 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik Berlin: Veto gegen Grundsicherungsreform

() – Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) haben ein Veto gegen den Plan für die Einführung der neuen Grundsicherung eingelegt. Das schreibt das „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise. Wegen der beiden „Leitungsvorbehalte“ musste die Reform des Bürgergelds am Mittwoch von der Tagesordnung des Bundeskabinetts genommen und konnte nicht wie geplant beschlossen werden, hieß es.

Hintergrund sind Unstimmigkeiten zum Gesetz für die neue Grundsicherung, das aus dem Arbeitsministerium von Bärbel Bas (SPD) stammt. Die Koalition hatte sich vor einigen Wochen auf Eckpunkte geeinigt, die für Terminverweigerer nach dem dritten Versäumnis die vollständige Streichung der Leistungen vorsehen. An dieser Stelle wolle Bas entgegen der vorherigen Einigung nun nur dann einen kompletten Leistungsentzug vorsehen, wenn vorher eine persönliche Anhörung stattgefunden hat, so die Regierungskreise. Das berge die Gefahr, dass der Betroffene den Leistungsentzug einseitig verhindern könne.

Bei der SPD sorgen die Leitungsvorbehalte für Unmut, weil der Gesetzentwurf schon mit dem Kanzleramt abgestimmt war. Das Veto von Wirtschafts- und Innenministerium soll aber auf der Unionsseite abgesprochen sein, hieß es.

Siehe auch:  SPD kündigt "harte Verhandlungen" zu Einkommenssteuerreform an
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kanzlermappe auf dem Kabinettstisch (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Innenminister Alexander Dobrindt legen Veto gegen die Einführung der neuen Grundsicherung ein.
  • Reform des Bürgergelds wurde von der Tagesordnung des Bundeskabinetts genommen.
  • Streit um vollständige Streichung der Leistungen für Terminverweigerer ohne persönliche Anhörung.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Haushalte, die Grundsicherung benötigen
  • Regionen: Deutschland
  • Zeitrahmen: Geplante Beschlussfassung am Mittwoch, unbestimmte Frist für die Reform

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Veto von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Innenminister Alexander Dobrindt gegen neue Grundsicherung
  • Unstimmigkeiten über den Gesetzesentwurf von Arbeitsministerin Bärbel Bas, insbesondere zu Leistungsentzug bei Terminverweigerung
  • Unmut innerhalb der SPD über Leitungsvorbehalte, da Gesetzentwurf bereits mit Kanzleramt abgestimmt war

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Wirtschaftsministerin und Innenminister legen Veto gegen den Plan für die Einführung der neuen Grundsicherung ein.
  • Reform des Bürgergelds wurde von der Tagesordnung des Bundeskabinetts genommen.
  • Unstimmigkeiten zum Gesetz führen zu Änderungen bei der Regelung des Leistungsentzugs bei Terminverweigerung.
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