Spahn warnt Bas: Keine Abstriche bei Bürgergeld-Sanktionen

15. Dezember 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik Berlin: Streit um Bürgergeld-Reform

() – Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) aufgerufen, in ihrem Gesetzentwurf zur Reform des Bürgergeldes die geplanten Sanktionen gegen Arbeitsverweigerer nicht aufzuweichen. „Es ist wichtig, dass der Kabinettsentwurf in sich stimmig ist und die vereinbarten Eckpunkte umsetzt“, sagte Spahn dem „Redaktionsnetzwerk „. Außerdem machte der CDU-Politiker klar, dass es im parlamentarischen Verfahren keine größeren Änderungen an den Reformplänen geben dürfe.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatten vorige Woche ihr Veto gegen Bas` Gesetzentwurf zur Einführung der neuen Grundsicherung eingelegt, weil Bürgergeldempfänger vor einer Streichung aller Leistungen noch eine Anhörung bekommen sollen. Bas will nach eigenen Angaben sicherstellen, dass Betroffene – etwa psychisch Kranke und Menschen, die Angst vor Behörden hätten – nicht wegen einer Erkrankung Termine versäumen.

Spahn sagte dazu: „Es gibt ja eine Härtefallregelung für genau solche Fälle. Aus dieser Ausnahmeregelung darf jetzt aber nicht die Standardregelung werden.“ Zur Ankündigung der Ministerin, dass die SPD im Bundestag noch Änderungen an der Reform erreichen wolle, sagte Spahn: „Natürlich reden wir im parlamentarischen Verfahren noch über Änderungen an einem Gesetz. Aber die Kernpunkte der Bürgergeldreform stehen. Die sind für uns politisch essenziell.“ Sie entsprächen auch dem Gerechtigkeitsempfinden der Bürger. „Wer arbeiten kann, sollte arbeiten. Da wird es keine Abstriche geben.“

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Die Reform des Bürgergeldes sollte eigentlich längst vom Kabinett verabschiedet sein, aber die schwarz-rote Koalition konnte sich bisher nicht auf einen Gesetzentwurf einigen. Nun soll in der Kabinettsitzung an diesem Mittwoch – der letzten in diesem Jahr – ein neuer Anlauf gemacht werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bärbel Bas und Jens Spahn (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Jens Spahn fordert, Sanktionen gegen Arbeitsverweigerer im Bürgergeld-Gesetzesentwurf beizubehalten.
  • Wirtschafts- und Innenminister haben ein Veto gegen Bas' Gesetzentwurf wegen Anhörungsregelung eingelegt.
  • Reform des Bürgergeldes sollte bereits verabschiedet sein, neuer Anlauf in der Kabinettsitzung am Mittwoch.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Bürgergeldempfänger, insbesondere psychisch Kranke und Menschen mit Ängsten
  • Reform geplantes Inkrafttreten sollte bereits erfolgen; nächste Kabinettsitzung am Mittwoch
  • Unionsfraktion will keine größeren Änderungen zulassen; Kernpunkte für sie essenziell

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Uneinigkeit zwischen Koalitionspartnern über den Gesetzentwurf zur Reform des Bürgergeldes
  • Bedenken, dass Sanktionen gegen Arbeitsverweigerer zu milde ausfallen könnten
  • Widerspruch zwischen dem Schutz von vulnerablen Gruppen und der Durchsetzung von Arbeitsauflagen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Jens Spahn fordert Beibehaltung der Sanktionen gegen Arbeitsverweigerer.
  • Veto von Wirtschafts- und Innenministerin gegen Gesetzentwurf wegen Anhörungspflicht für Bürgergeldempfänger.
  • Kabinett soll in der letzten Sitzung des Jahres einen neuen Anlauf für den Gesetzentwurf nehmen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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