Vier Verletzte nach brutaler Auseinandersetzung in Berlin-Neukölln
Berlin - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaftliche Gewalt in Berlin-Rudow
Berlin () – Bei einer schweren Auseinandersetzung in einem Lokal in Berlin-Rudow sind in der vergangenen Nacht vier Personen verletzt worden. Das teilte die Polizei mit.
Demnach waren gegen 22:15 Uhr zunächst etwa 30 schwarz gekleidete Personen aufgefallen, die Parolen aus der Fußballszene riefen und polizeifeindliche Gesänge skandiert haben sollen. Strafbare Inhalte konnten die Beamten jedoch nicht feststellen, und nach einer Ansprache der Gruppe endeten die Maßnahmen zunächst.
Gegen 23:20 Uhr eskalierte die Situation dann vor dem Lokal.
Laut Polizei geriet ein 46-Jähriger mit einer kleineren Gruppe mutmaßlicher Fußballanhänger in Streit, die daraufhin auf ihn losgegangen sein sollen. Ein 43-Jähriger eilte dem Mann zur Hilfe.
In der Folge schlugen Angreifer einem der beiden Männer mit einem Bierkrug frontal ins Gesicht, woraufhin beide zu Boden gingen und kurzzeitig das Bewusstsein verloren. Zeugen gaben an, dass mehrere Angreifer mit hoher Intensität auf die am Boden liegenden Männer eingetreten und deren Köpfe getroffen hätten.
Zudem seien Glasflaschen auf die Opfer geworfen worden.
Eine 39-Jährige und ein 41-Jähriger, die ebenfalls helfen wollten, wurden laut Polizei mit Faustschlägen attackiert. Die Einsatzkräfte nahmen drei tatverdächtige Männer (26, 27 und 33) vorläufig fest.
Ihnen wurde nach Identitätsfeststellung Blut zur Alkoholbestimmung entnommen; später wurden sie entlassen. Der 46- und der 43-Jährige kamen mit Platzwunden und Frakturverdacht ins Krankenhaus.
Der 41-Jährige wurde ambulant behandelt, die 39-Jährige benötigte keine ärztliche Hilfe. Zur Beruhigung blieben Polizeikräfte vor Ort und erteilten Platzverweise.
Die Ermittlungen wegen besonders schweren Landfriedensbruchs dauern an.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Polizei (Archiv) |
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