Verfassungsschutz warnt vor laufenden iranischen Cyberangriffen
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Sicherheitspolitik und Cyberspionage in Deutschland
Köln () – Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt Nahostexperten, jüdische Einrichtungen und die iranische Exil-Gemeinschaft vor laufenden Onlineaktivitäten gegen sie.
Zum „Download von Schadsoftware“, über die „umfangreiche Daten ausgeleitet“ wie zum Beispiel „E-Mails, Dokumente, Kontaktdaten oder Kalendereinträge“ ausgeleitet werden, sollen dem Verfassungsschutz zufolge auch „Angehörige jüdischer oder pro-israelischer Organisationen“ animiert werden. Das gelte auch für Wissenschaftler und Experten aus dem Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik mit regionalem Nahost-Schwerpunkt.
Für die Ausspäh-Aktion werde „über mehrere Wochen“ ein Kontakt aufgebaut, zu „den häufigsten Anbahnungsmethoden“ zählten Anfragen für Interviews, zur Teilnahme an Veranstaltungen oder Konferenzen. Unter Umständen könnten die Täter am Ende „über kompromittierte Geräte auch Inhalte von Videotelefonaten und -konferenzen heimlich mitschneiden“ und „nicht nur sensible Informationen zur eigentlichen Zielperson erlangen, sondern darüber hinaus auch zu weiteren Personen in deren beruflichem und privatem Umfeld“.
„Diese Warnungen müssen wir sicherheitspolitisch sehr ernst nehmen“, fordert Konstantin von Notz (Grüne), der stellvertretende Vorsitzende des Kontrollgremiums im Bundestag: „Wir müssen iranische Oppositionelle in Deutschland besser schützen und auch den Schutz jüdischer Einrichtungen stetig aktuellen Entwicklungen anpassen.“ Er bezeichnete Intensität und Aggressivität iranischer Dienste in Deutschland als „in höchstem Maße empörend und auch durchaus beunruhigend“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Anti-Iran-Protest (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor Cyberspionageangriffen gegen Nahostexperten, jüdische Einrichtungen und iranische Exil-Gemeinschaft.
- Gefährdete Gruppen umfassen Personen, die sich mit Menschen-, Frauen- oder LGBTQ-Rechten im Iran beschäftigen.
- Irgendwann könnte es zur geheimen Aufzeichnung von Videokonferenzen und Telefondaten kommen.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene: Nahostexperten, jüdische Einrichtungen, iranische Exil-Gemeinschaft, Personen mit Fokus auf Menschen-, Frauen- oder LGBTQ-Rechte im Iran
- Region: Deutschland
- Zeitrahmen: Warnung von Datensammlung über mehrere Wochen, Hinweis vom 18. Dezember
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