Schnitzer lehnt Aktivrente ab
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: Diskussion um Rentenreform in Berlin
Berlin () – Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, kritisiert die Aktivrente, wonach Rentner vom neuen Jahr an 2.000 Euro steuerfrei dazu verdienen dürfen. „Ich erwarte nicht, dass die Aktivrente die Beschäftigung nennenswert erhöhen wird“, sagte Schnitzer der „Rheinischen Post“. Sie werde vor allem zu teuren Mitnahmeeffekten führen. „Rentner, die schon jetzt weiterarbeiten, nehmen sie gerne mit.“
Die Münchner Ökonomin erwartet Klagen gegen die Aktivrente: „Bislang können nur sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sie nutzen. Aber die Selbständigen werden sicher dagegen klagen.“ Schnitzer mahnte: „Wenn die Aktivrente auf Selbstständige ausgeweitet wird, wird es richtig teuer. Viele Selbstständige arbeiten schon jetzt bis ins hohe Alter.“
Die Wirtschaftsweise begrüßt dagegen die geplante Frühstart-Rente, wonach der Staat allen sechs- bis 18-Jährigen zehn Euro pro Monat für ein Depot zahlen will: „Die finde ich tatsächlich gut, damit hat die Regierung einen Vorschlag von uns aufgegriffen.“ Schnitzer forderte, die private Vorsorge zur Pflicht zu machen: „Wir sollten weitergehen: Die private Vorsorge sollte verpflichtend werden, damit die Menschen sich früh mit dem Thema auseinandersetzen. Dabei sollte es eine Widerspruchlösung geben: Man muss aktiv widersprechen, wenn man die Vorsorge nicht will.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Monika Schnitzer (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Monika Schnitzer kritisiert die Aktivrente, erwartet keine nennenswerte Erhöhung der Beschäftigung.
- Es wird mit Klagen gegen die Aktivrente gerechnet, insbesondere von Selbständigen.
- Schnitzer begrüßt die geplante Frühstart-Rente für Kinder und fordert verpflichtende private Vorsorge.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Rentner, die bereits weiterarbeiten, und Selbstständige
- Aktivrente ab 2024 mit einer steuerfreien Hinzuverdienstgrenze von 2.000 Euro
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Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Zweifel an der Wirksamkeit der Aktivrente für die Beschäftigung von Rentnern
- Erwartung von Klagen gegen die Aktivrente von Selbständigen
- Befürchtung vor hohen Kosten, wenn die Aktivrente auf Selbständige ausgeweitet wird
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Erhöhung der Freigrenze für Rentner auf 2.000 Euro steuerfrei.
- Mögliche Klagen von Selbständigen gegen die Aktivrente.
- Einführung einer Frühstart-Rente mit staatlicher Unterstützung für Kinder.
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