EU erzielt Einigung für geringere Umweltschutz-Auflagen für Bauern
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Landwirtschaft und Umweltschutz in der EU
Brüssel () – Das EU-Parlament und die dänische Ratspräsidentschaft haben sich auf geringere Umweltschutz-Auflagen in der Landwirtschaft geeinigt. Das teilten beide Institutionen mit.
Demnach sollen die Bedingungen zum Erhalt von EU-Fördermitteln insbesondere für Biobetriebe verringert werden. Künftig sollen die Mitgliedsstaaten selbst entscheiden, wann für Bio-Betriebe bestimmte Umweltstandards als erfüllt angesehen werden. Zudem soll die Zahl der Kontrollen vor Ort verringert werden.
Die Einigung sieht außerdem vor, dass die Zahlungen an Kleinbauern steigen sollen und der Prozentsatz für vorgezogene Direktzahlungen erhöht werden soll. Landwirte sollen darüber hinaus stärker von Risikomanagementinstrumenten profitieren.
Die Reform tritt nur in Kraft, wenn der Rat und das Europäische Parlament jeweils dafür stimmen. Nach einer ersten Einschätzung der EU-Kommission könnten damit die Kosten für Landwirte um bis zu 1,6 Milliarden Euro gesenkt werden und die Verwaltungen der EU-Mitgliedsstaaten könnten rund 200 Millionen Euro einsparen.
„Diese Vereinbarung bringt mehr Unterstützung für Landwirte, effizientere Vorschriften für nationale Behörden und klarere Umweltleitlinien, sodass bewährte Verfahren gefördert werden, anstatt durch Unklarheiten oder Bürokratie bestraft zu werden“, sagte der sozialdemokratische EU-Abgeordnete André Rodrigues, der die Reform für das EU-Parlament verhandelt hat. Man habe den Landwirten zugehört und setze ihre Anliegen in konkrete Lösungen um.
Marie Bjerre, EU-Ministerin von Dänemark, erklärte, man mache den Agrarsektor wettbewerbsfähiger. „Es ist wichtig, die Landwirtschaft in Europa zu vereinfachen, da dies dazu beiträgt, dass die Agrarindustrie wächst und stärker wird“, sagte die Vertreterin der dänischen Ratspräsidentschaft.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Traktor von Claas (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- geringere Umweltschutz-Auflagen in der Landwirtschaft beschlossen
- Mitgliedsstaaten entscheiden selbst über Umweltstandards für Biobetriebe
- Zahlungen an Kleinbauern sollen steigen; vorgezogene Direktzahlungen erhöhen
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- betrifft Biobetriebe in der EU
- Erhöhung der Zahlungen an Kleinbauern und höhere Direktzahlungen
- mögliche Kostenersparnis für Landwirte von bis zu 1,6 Milliarden Euro
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Einigung auf geringere Umweltschutz-Auflagen in der Landwirtschaft
- Mitgliedsstaaten entscheiden selbst über Umweltstandards für Biobetriebe
- Steigerung der Zahlungen an Kleinbauern und Unterstützung durch Risikomanagementinstrumente
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Verringerung der Umweltschutz-Auflagen in der Landwirtschaft
- Mitgliedstaaten entscheiden selbst über Erfüllung von Umweltstandards für Biobetriebe
- Erhöhung der Zahlungen an Kleinbauern und vorgezogene Direktzahlungen
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?

