Miersch kündigt zeitnahen Entwurf für Erbschaftsteuerreform an
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Steuerreform in Deutschland: Erbschaftssteuer im Fokus
Berlin () – SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat eine fairere Besteuerung sehr hoher Erbschaften angemahnt und einen zeitnahen Gesetzentwurf für eine entsprechende Reform angekündigt.
„Die SPD wird 2026 die Reformpartei. Dazu gehören Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen, aber auch eine faire Erbschaftssteuerreform“, sagte Miersch der „Rheinischen Post“ (Mittwoch).
„Das Bundesverfassungsgericht wird voraussichtlich im ersten Quartal ein Urteil dazu fällen, sodass eine Reform nötig wird. Unabhängig vom ausstehenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts wollen wir ein ausgewogenes Konzept einbringen, das fair und zukunftsfest ist“, kündigte der SPD-Fraktionschef an.
„Und ja, wonach auch sehr hohe Erbschaften stärker als bislang besteuert werden. Reiche Erben müssen sich mehr am Gemeinwohl beteiligen, das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Bislang gibt es viel zu viele Schlupflöcher, sodass normale Erben besteuert werden, Super-Erben sich aber drücken können. Das wird die SPD konkret angehen“, sagte Miersch.
Auf die Frage, ob eine höhere Steuerlast nicht positive Wirtschaftseffekte anderer Maßnahmen abwürgen würde, entgegnete Miersch: „Das ist ein totgerittenes Gegenargument der Wohlhabenden in Deutschland. Andere Länder machen es vor, wie man Betriebe schont und dennoch extreme Erbschaften und Vermögen gerechter besteuert.“ Der SPD-Fraktionschef sagte: „Es geht ja nicht um eine geerbte Eigentumswohnung oder das Elternhaus. Wir reden hier über hohe Millionensummen.“ Man werde das Konzept bald vorstellen, so Miersch.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Matthias Miersch (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- SPD-Fraktionschef Matthias Miersch fordert eine Reform der Erbschaftssteuer für hohe Erbschaften.
- Ein Gesetzentwurf soll zeitnah vorgestellt werden, unabhängig vom Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das voraussichtlich im ersten Quartal fällt.
- Reiche Erben sollen sich stärker am Gemeinwohl beteiligen, um Schlupflöcher zu schließen.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- betrifft sehr hohe Erbschaften und reiche Erben
- Reformvorschlag bis 2026, Urteil des Bundesverfassungsgerichts im ersten Quartal 2024 erwartet
- Zielgruppen: normale Erben und Super-Erben, Regionen: Deutschland
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Forderung nach fairerer Besteuerung sehr hoher Erbschaften
- Ausstehendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts als Anlass für Reform
- Kritik an Schlupflöchern, die reiche Erben begünstigen
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Ankündigung eines zeitnahen Gesetzentwurfs für eine Reform der Erbschaftssteuer
- Förderung einer fairen Besteuerung sehr hoher Erbschaften
- Ausarbeitung eines ausgewogenen Konzepts zur Gerechterstellung der Erbschaftssteuer
- Gewinnzahlen Eurojackpot vom Dienstag (21.04.2026) - 21. April 2026
- "Entlastungsprämie" soll für Aufstocker nicht angerechnet werden - 21. April 2026
- Bundestagsfraktionen uneins über geplante Diäten-Erhöhung - 21. April 2026
