Linke in MV lehnt Mercosur-Abkommen ab und solidarisiert sich mit Landwirten

7. Januar 2026

Mecklenburg-Vorpommern - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Landwirtschaftspolitik in Mecklenburg-Vorpommern

() – Die Linksfraktion im Landtag hat sich klar gegen das geplante Mercosur-Freihandelsabkommen der EU mit südamerikanischen Staaten positioniert. Der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Daniel Trepsdorf, sagte, das Abkommen in seiner vorliegenden Form dürfe nicht kommen.

Er verstehe die Existenzsorgen der bäuerlichen Betriebe, die durch zusätzliche Billigimporte weiter unter Druck geraten würden.

Trepsdorf kritisierte, dass von dem Abkommen vor allem große Fleisch- und Agrarkonzerne in Südamerika sowie die europäische Autoindustrie profitieren würden. Die Leidtragenden seien kleine und mittlere Betriebe auf beiden Seiten des Atlantiks.

Zudem würden die im Abkommen enthaltenen Nachhaltigkeitsversprechen, wie der Verweis auf das Pariser Klimaabkommen, keine sanktionsbewehrten Konsequenzen bei Verstößen vorsehen. Dies fördere weiterhin Entwaldung und Landnahme.

Die Linksfraktion fordert die Bundesregierung auf, sich gegen das Abkommen zu stellen und stattdessen regionale Erzeugung und Wertschöpfungsketten zu stärken.

Dazu gehöre auch eine verbesserte Weidetierprämie. Trepsdorf appellierte zudem an die protestierenden Landwirte der Initiative „Land schafft Verbindung“, Protestformen zu wählen, die die Solidarität der Bevölkerung nicht gefährdeten.

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Der eigentliche Konflikt liege zwischen einer verfehlten Handelspolitik und den Lebensmittelproduzenten.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bauernproteste (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Linksfraktion in Mecklenburg-Vorpommern lehnt Mercosur-Freihandelsabkommen ab.
  • Abkommen begünstigt große Agrar- und Automobilkonzerne, schadet kleinen Betrieben.
  • Forderung nach Stärkung regionaler Erzeugung und verbesserter Weidetierprämie.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind kleine und mittlere bäuerliche Betriebe in Europa und Südamerika.
  • Geplantes EU-Mercosur-Abkommen; keine Fristen angegeben.
  • Kritische Auswirkungen auf Umwelt durch fehlende Konsequenzen für Verstöße gegen Nachhaltigkeitsversprechen.

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Existenzängste bei bäuerlichen Betrieben durch Billigimporte
  • Vorteile für große Fleisch- und Agrarkonzerne sowie europäische Autoindustrie
  • Fehlende sanktionsbewehrte Konsequenzen für Nachhaltigkeitsversprechen im Abkommen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Linksfraktion fordert Bundesregierung auf, sich gegen Mercosur-Abkommen zu stellen
  • Unterstützung für regionale Erzeugung und Wertschöpfungsketten stärken
  • Verbesserung der Weidetierprämie anregen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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