Van Aken würde Russlands Rückkehr zur Fußball-WM begrüßen
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Sport und Politik: Jan van Aken zu Boykotten
Berlin () – Der Vorsitzende der Linkspartei, Jan van Aken, kann sich eine Rückkehr Russlands bei Fußballweltmeisterschaften vorstellen. „Ja, das fände ich richtig, wenn zeitgleich klargestellt wird, dass Kriegsverbrecher festgenommen werden“, sagte van Aken dem „Tagesspiegel“.
Er sei gegen jede Art von kulturellem und sportlichem Boykott. „Sport, Kultur und Wissenschaft können die letzten Wege für Kommunikation sein, die es dann noch gibt“, sagte van Aken und erinnerte an Naturwissenschaftler aus dem Westen und der Sowjetunion, die zu Zeiten des Kalten Krieges friedlich miteinander gearbeitet hätten. „Das hat mich als Biologen sehr geprägt“, so der Linken-Politiker.
Den Boykott von Spanien, den Niederlanden und weiteren EU-Staaten beim diesjährigen Eurovision Song Contest unterstützt er ebenfalls nicht. Wegen der Teilnahme Israels hatten mehrere Staaten angekündigt, der Veranstaltung, die in diesem Jahr in Österreich stattfindet, fernzubleiben. „Ich bin für Sanktionen gegen Israel, aber einen individuellen Boykott finde ich falsch“, sagte van Aken. In seinem Alltag habe er persönlich noch nie Produkte aus Israel boykottiert. „Aber Produkte aus den illegal besetzten Gebieten finde ich kritisch.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Fußbälle (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Jan van Aken, Vorsitzender der Linkspartei, spricht sich für die Rückkehr Russlands zu Fußballweltmeisterschaften aus, unter der Bedingung, dass Kriegsverbrecher festgenommen werden.
- Er ist gegen kulturellen und sportlichen Boykott und sieht Sport als Kommunikationsweg.
- Van Aken unterstützt den Boykott einiger EU-Staaten beim Eurovision Song Contest nicht, spricht sich aber für Sanktionen gegen Israel aus.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- betrifft: Linkspartei, Fußballweltmeisterschaften, Eurovision Song Contest
- Zielgruppen: Politische Entscheidungsträger, Sportler, Kulturschaffende
- Region: Russland, europäische Staaten (EU), Israel, Österreich
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Möglichkeit der Rückkehr Russlands zu Fußballweltmeisterschaften
- Ablehnung jeglichen kulturellen und sportlichen Boykotts
- Positive Erinnerung an frühere wissenschaftliche Zusammenarbeit während des Kalten Krieges
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
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