Schnitzer will "eindeutige und geschlossene" Antwort auf US-Zölle

18. Januar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Spannungen zwischen Europa und USA

() – Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer verlangt eine entschiedene Reaktion der Europäer auf die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump.

„Die Antwort darauf muss eindeutig und geschlossen sein: Grönland steht nicht zum Verkauf“, sagte die Chefin des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der „Süddeutschen Zeitung“. „Europa muss mit der klaren Ansage reagieren, dass es bereit ist, den wirtschaftlichen Preis einer Zollerhöhung für seine Souveränität zu zahlen.“

Trump hatte angekündigt, einzelnen europäischen Staaten, darunter , höhere Zölle abzuverlangen. Diese sollen im Juni steigen, falls die Länder nicht einem Verkauf Grönlands an die USA zustimmen. Dies zeige, „dass es nicht um die Sicherheitslage in der Arktis geht“, sagte Schnitzer. „Es geht um die Annexion ausländischen Territoriums, um die Verschiebung von Grenzen durch die einseitige Androhung von Gewalt.“

Unterdessen warnt die deutsche Stahlindustrie vor weitreichenden Folgen des neuen US-Zolls. „Die angekündigten Maßnahmen wären ein erneuter harter Schlag durch eine zunehmend unberechenbare US-Handelspolitik“ sagte Kerstin Maria Rippel, Chefin der Wirtschaftsvereinigung Stahl, der „Süddeutschen Zeitung“. Denn im Kern gehe es um neue, separate Strafzölle, die auf bestehende Handelszölle aufgeschlagen würden. Für die Stahlindustrie, deren Exporte schon jetzt mit 50 Prozent Zoll belegt werden, steige der Zollsatz damit am 1. Februar auf 60 und am 1. Juni auf 75 Prozent. Der Zoll betreffe auch „Stahlderivate“, also stahlintensive Güter wie Maschinen. „Für unsere Unternehmen bedeuten diese zusätzlichen Maßnahmen steigende Kosten, gestörte Lieferketten und eine weitere Schwächung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit“, warnte Rippel.

Siehe auch:  G20: Hofreiter ermahnt Merz zur Reparatur von Deutschlands Ansehen
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Monika Schnitzer und Friedrich Merz (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Monika Schnitzer fordert eine geschlossene europäische Antwort auf US-Zolldrohungen.
  • Trump droht mit höheren Zöllen für europäische Staaten im Juni, wenn sie Grönland nicht an die USA verkaufen.
  • Deutsche Stahlindustrie warnt vor dramatischen Folgen, Zollsatz steigt im Februar auf 60% und im Juni auf 75%.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Europäische Länder, insbesondere Deutschland
  • Zollerhöhung auf 60% am 1. Februar, 75% am 1. Juni
  • Betroffene Industrie: deutsche Stahlindustrie, mögliche steigende Kosten und schwächere Wettbewerbsfähigkeit

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Zolldrohungen von US-Präsident Trump gegen Europa
  • Drohung mit hohen Zöllen im Gegenzug für einen Verkauf Grönlands
  • Warnungen der deutschen Stahlindustrie vor schweren wirtschaftlichen Folgen durch neue Zollmaßnahmen

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