Bundeswehr-Soldaten kehren von Grönland-Mission zurück

18. Januar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Militärmission in Grönland: Rückkehr und Politik

Reykjavik () – Die Bundeswehr hat ihre Erkundungsmission in Grönland abgeschlossen und die beteiligten Soldaten sind auf dem Rückweg nach – und zwar zunächst mit Linienmaschinen von Icelandair. Am Nachmittag hatten sie einen Zwischenstopp auf dem Flughafen Keflavik bei Reykjavik auf , wo sie eine Anschluss-Maschine nach Kopenhagen bestiegen. Nach Angaben eines dts-Reporters mussten die Bundeswehr-Soldaten auf Island noch einmal, so wie alle Passagiere aus Grönland, durch die normale Sicherheitskontrolle.

Das Operative Führungskommando der Bundeswehr sprach am Sonntag von einer „positiven und konstruktiven“ Zusammenarbeit. Der Einsatz sei planmäßig beendet worden, und die Erkundungsergebnisse würden in den kommenden Tagen ausgewertet, hieß es weiter. Die 15 Soldaten fliegen über Reykjavik und Kopenhagen zurück.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Sonderzölle gegen acht europäische Länder angekündigt, die an der Mission beteiligt waren. Er kritisierte die Entsendung der Soldaten als „sehr gefährliche Situation“ und pochte darauf, dass Grönland den USA einverleibt werden solle, vorgeblich um Sicherheitsbedenken wegen und Russland zu adressieren. Die europäischen Nato-Verbündeten, darunter Deutschland, lehnten diese Forderung ab und sagten, dass die Nato die Sicherheit in der Arktis gewährleisten könne.

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) äußerte sich angesichts der US-Zolldrohungen entschlossen und sagte, dass sich Europa nicht erpressen lassen dürfe. Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte eine europäische Antwort auf die angekündigten Zölle und bezweifelte die anstehende Ratifizierung des EU-US-Zolldeals im EU-Parlament. Die europäischen Staaten wollen nach eigenen Worten geschlossen auf die Drohungen reagieren und ihre Souveränität wahren.

Siehe auch:  Ischinger rechnet nicht mit baldigem Waffenstillstand in der Ukraine
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Deutsche Soldaten der Grönland-Mission beim Umstieg auf Island am 18.01.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundeswehr hat Erkundungsmission in Grönland abgeschlossen und Soldaten sind auf Rückweg nach Deutschland.
  • US-Präsident Trump kündigte Sonderzölle gegen acht europäische Länder an, die an der Mission beteiligt waren.
  • Finanzminister und Außenminister fordern geschlossen europäische Antwort auf die Zolldrohungen und betonen die Wahrung der Souveränität.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene Länder: Deutschland, acht europäische Länder (genaue Nennung nicht angegeben)
  • Betroffene Personen: 15 Bundeswehr-Soldaten
  • Zeitraum: Rückflug der Soldaten am 18.01.2026, Einsatzauswertung in den kommenden Tagen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Abschluss der Erkundungsmission in Grönland durch die Bundeswehr
  • Kritische Äußerungen von US-Präsident Trump zu Sicherheitsbedenken bezüglich China und Russland
  • Ankündigung von Sonderzöllen durch Trump gegen europäische Länder, die an der Mission beteiligt sind

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Auswertung der Erkundungsergebnisse der Bundeswehr in den kommenden Tagen.
  • Entschlossene ablehnende Haltung gegenüber US-Zolldrohungen.
  • Forderung nach einer europäischen Antwort auf die Zölle.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH