Ischinger rechnet nicht mit baldigem Waffenstillstand in der Ukraine

17. Dezember 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Sicherheitspolitik in Berlin: Herausforderungen und Perspektiven

() – Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, erwartet, dass ein Waffenstillstand in der trotz der Fortschritte in der Abstimmung zwischen den USA und der EU noch lange noch auf sich warten lassen wird.

„Es wäre ein Wunder, wenn dieses Berliner Ergebnis auf gerader Strecke zum Frieden oder zum Waffenstillstand mit Russland führen würde“, sagte Ischinger dem „Redaktionsnetzwerk “ (Mittwochausgaben). „Ich würde leider darauf wetten, dass aus Moskau nicht einfach ein Ja dazu kommt, was jetzt auf dem Tisch liegt. Mit anderen Worten: Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen.“

In Berlin sei bei dem von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag initiierten Treffen der Vertreter aus der Ukraine, den USA und Europa „neues Vertrauen geschaffen worden“, sagte Ischinger weiter. Das sei „ein gewisser Durchbruch“ gewesen. Darauf könne man aufbauen. „Es gibt jetzt freilich nur eine Einigung innerhalb des Westens.“

Der langjährige deutsche Botschafter erklärte, dass die Antwort aus Russland Verzögerung und Hinhalten sein werde. Die russische Taktik werde darin bestehen, den ursprünglichen „unannehmbaren“ 28-Punkte-Plan von den USA und Russland in Erinnerung zu rufen und in ihrer Propaganda zu bedauern, dass die Europäer und die Ukrainer das kaputtgemacht hätten.

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„Meine Sorge ist, dass das Weiße Haus die russische Gegenwehr nicht einfach vom Tisch wischen wird. Den Effekt, dass Putin bei Trump anruft und Trump danach wieder seine Meinung ändert, hatten wir im letzten dreiviertel Jahr mehrfach“, so Ischinger. „Meine Sorge ist, dass dieses Spielchen wieder von vorne losgeht.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wolfgang Ischinger (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Waffenstillstand in der Ukraine wahrscheinlich noch lange nicht erreichbar.
  • Treffen in Berlin führte zu neuem Vertrauen zwischen Westpartnern.
  • Russland wird mit Verzögerung und Hinhalten reagieren.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: Länder der EU, USA, Russland, Ukraine
  • Region: Ukraine, Europa, USA, Russland
  • Erwartete Frist: Langfristig, keine spezifischen Zahlen oder Zeiträume angegeben

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Waffenstillstand in der Ukraine wird erwartet, jedoch noch lange auf sich warten lassen.
  • Fortschritte in der Abstimmung zwischen den USA und der EU wurden erzielt, aber noch keine Einigung mit Russland.
  • Russische Taktik wird Verzögerung und Hinhalten umfassen, um den ursprünglichen 28-Punkte-Plan zu propagieren.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH