Zahl der Privatschulen in Deutschland nimmt zu

19. Januar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Bildungstrends in Deutschland: Privatschulen im Fokus

() – Die Zahl der Privatschulen in Deutschland nimmt zu.

Im Schuljahr 2024/25 waren rund 3.800 allgemeinbildende Schulen hierzulande in privater Trägerschaft. Das war knapp jede achte allgemeinbildende Schule (zwölf Prozent), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte.

Zugleich gab es gut 29.000 öffentliche allgemeinbildende Schulen. Die Zahl der Privatschulen ist in den vergangenen zehn Jahren um sieben Prozent gestiegen: Im Schuljahr 2014/2015 hatte es knapp 3.600 Privatschulen gegeben. Im selben Zeitraum ging die Zahl der öffentlichen Schulen um knapp vier Prozent zurück (2014/15: gut 30.000 Schulen).

Der Anteil der Privatschüler blieb im Zehn-Jahres-Vergleich jedoch weitgehend konstant: Im Schuljahr 2024/25 ging wie in den Jahren zuvor seit 2014/15 knapp ein Zehntel (neun Prozent) der Kinder und Jugendlichen, welche allgemeinbildende Schulen besuchten, auf Privatschulen. Insgesamt waren das 2024/25 rund 807.900 von insgesamt gut 8,9 Millionen Schülern. Im Schuljahr 2014/15 hatten 736.900 der insgesamt 8,4 Millionen Schüler eine Privatschule besucht. Diese Konstanz ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Privatschulen durchschnittlich kleiner als die öffentlichen sind und die Schließungen von öffentlichen Schulen häufig durch Vergrößerungen der verbliebenen öffentlichen Einrichtungen ausgeglichen wurden.

Wie stark Privatschulen genutzt werden, ist von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. Am höchsten war der Anteil von Privatschülern in Mecklenburg-Vorpommern: Im Schuljahr 2024/25 gingen 13 Prozent der Kinder und Jugendlichen, welche dort allgemeinbildende Schulen besuchten, auf Privatschulen. Auch in (zwölf Prozent) und (elf Prozent) war der Anteil der Schüler an Privatschulen vergleichsweise hoch. Am niedrigsten war er in Schleswig-Holstein (sechs Prozent), (sechs Prozent) und (sieben Prozent).

Siehe auch:  Gewinnzahlen Eurojackpot vom Dienstag (20.01.2026)

Von den Schülern an allgemeinbildenden Privatschulen wurde im Schuljahr 2024/25 gut ein Drittel (34 Prozent) an Gymnasien unterrichtet. 14 Prozent der Privatschüler gingen auf eine Grundschule, zwölf Prozent auf eine Realschule. Elf Prozent waren an einer Freien Waldorfschule angemeldet, zehn Prozent an Schulen mit drei Bildungsgängen wie etwa Integrierte Gesamtschulen oder Gemeinschaftsschulen und zehn Prozent an Förderschulen. Die übrigen neun Prozent verteilen sich auf andere Schularten.

Ausländische Schüler besuchen deutlich seltener eine Privatschule als deutsche. Während vier Prozent der ausländischen Schüler an einer allgemeinbildenden Privatschule unterrichtet wurden, lag der Anteil bei deutschen Schülern bei zehn Prozent.

Für einen Platz an einer Privatschule muss häufig Schulgeld gezahlt werden. Für rund 599.000 Kinder und Jugendliche wurde in der Lohn- und Einkommensteuer 2021 Schulgeld geltend gemacht. 2.042 Euro im Jahr zahlten deren Eltern im Durchschnitt für einen kostenpflichtigen Privatschulplatz. Für sieben Prozent kostete der Platz mindestens 5.000 Euro im Jahr, knapp ein Viertel (24 Prozent) machte zwischen 2.000 und 5.000 Euro steuerlich geltend, rund die Hälfte (48 Prozent) zwischen 500 und 2.000 Euro und für 22 Prozent beliefen sich die Gebühren auf weniger als 500 Euro im Jahr. Deutliche Unterschiede zeigen sich auf regionaler Ebene: Am höchsten war das durchschnittlich steuerlich geltend gemachte Schulgeld in Hessen mit 3.261 Euro je Kind, am niedrigsten in Sachsen mit 1.270 Euro, so die Statistiker.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Klassenraum in einer Schule (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Zahl der Privatschulen in Deutschland steigt auf rund 3.800 im Schuljahr 2024/25.
  • Anteil der Privatschüler bleibt konstant bei neun Prozent der Schüler im gleichen Zeitraum.
  • Durchschnittliches Schulgeld für einen Platz an einer Privatschule beträgt 2.042 Euro im Jahr.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betrifft: 3.800 Privatschulen in Deutschland, 807.900 Privatschüler, 8,9 Millionen Schüler insgesamt
  • Zeiträume: Schuljahr 2024/25; Vergleich zu Schuljahr 2014/15
  • Zielgruppen: Kinder und Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern (13%), Sachsen (12%), Bayern (11%), Schleswig-Holstein (6%), Niedersachsen (6%), Hessen (7%)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Zunahme der Privatschulen in Deutschland um 7 % in den letzten zehn Jahren.
  • Rückgang der öffentlichen Schulen um fast 4 % im gleichen Zeitraum.
  • Geringe Veränderung des Anteils der Privatschüler (ca. 9 % des Gesamtanteils).

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH