Urteile-Auswertung: Frauen werden am häufigsten zu Hause ermordet
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaftliche Herausforderungen in Hamburg
Hamburg () – Wenn Männer ihre Ehefrau, Partnerin oder Ex-Partnerin töten, tun sie dies besonders oft mit einem Messer und dort, wo die Frauen leben.
Zu diesem Ergebnis kommt eine umfassende Datenanalyse des „Stern“. Ein Reporterteam hat Gerichtsurteile zu allen öffentlich gewordenen Fällen aus dem Jahr 2024 angefragt – und 57 ausgewertet. Es sind die derzeit aktuellsten und umfassendsten Fakten, die es bundesweit zum Thema gibt.
Der gefährlichste Ort für Frauen ist demnach ihr eigenes Zuhause. In 45 der 57 Fälle, in denen ein Urteil gesprochen wurde, kamen Frauen in der eigenen oder gemeinsamen Wohnung oder im Haus um. Drei Frauen wurden dort umgebracht, wo der Täter oder mutmaßliche Täter wohnte. Und die mit Abstand am häufigsten eingesetzte Tatwaffe war ein Messer: in 37 von 57 Fällen. Schusswaffen wurden nur in zwei Fällen verwendet: eine Armbrust und eine Pistole.
Das Alter der Täter reichte von 18 bis 76 Jahren, das ihrer Opfer von 18 bis 84. Auffällig ist zudem, dass unter den Verurteilten überproportional viele Männer mit Migrationshintergrund waren. In 25 der 57 Fälle waren die Täter Migranten. Am häufigsten aus Rumänien, am zweithäufigsten aus der Türkei.
Ähnliches gilt für die getöteten Frauen. Der Anteil der ausländischen Opfer war überdurchschnittlich hoch – gemessen an der Gesamtbevölkerung. Die Häufung migrantischer Opfer erklären Experten damit, dass die Frauen häufiger abhängig von ihren Partnern sind und größere Schwierigkeiten haben, Hilfsangebote anzunehmen – teils wegen Sprachbarrieren.
Die ausgewerteten Fälle aus dem Jahr 2024 legen laut „Stern“ vor allem ein Tatmotiv nahe: Auslöser war wohl häufig die Trennung der Frau vom Partner. Etwas weniger oft gab es Anzeichen dafür, dass der Mann seine Frau als seinen Besitz ansah oder sie aus Eifersucht oder Kränkung tötete.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Polizei (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Männer töten ihre Partnerinnen oft mit einem Messer in der eigenen Wohnung.
- 45 von 57 Fällen fanden im eigenen Zuhause oder gemeinsam genutzten Räumen statt.
- 25 der 57 Täter hatten einen Migrationshintergrund, häufig aus Rumänien oder der Türkei.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Zielgruppe: Frauen, insbesondere Ehefrauen, Partnerinnen, Ex-Partnerinnen
- Regionen: Deutschland
- Zahlen: 57 Fälle, 45 Tötungen im eigenen Zuhause, 37 Fälle mit Messer, 25 Täter mit Migrationshintergrund, Altersgruppe Täter 18-76, Altersgruppe Opfer 18-84
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- häufige Mordwaffe ist ein Messer, Täter handelt oft in der Wohnung der Frauen
- viele Täter mit Migrationshintergrund, hohe Zahl ausländischer Opfer
- häufige Auslöser sind Trennung oder Eifersucht des Täters
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Analyse der Daten zu Femiziden in 2024
- Erhöhung der Präventionsmaßnahmen in Wohngebieten
- Schulungen für Behörden zur Unterstützung von Frauen mit Migrationshintergrund
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
- Tausende Häftlinge vorzeitig aus Gefängnis entlassen - 20. März 2026
- Lehrerverband sieht Verbot von Messengerdiensten kritisch - 20. März 2026
- Merz will KI-Verordnung komplett auf den Prüfstand stellen - 20. März 2026

