SPD sieht bei Abschiebestopp für Iran Bundesländer in der Pflicht

21. Januar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politische Entwicklungen zum Abschiebestopp im Iran

() – Die SPD weist Forderungen nach einem bundesweiten Abschiebestopp für den zurück und verweist auf fehlende Bundeskompetenzen. „Entgegen einem weitverbreiteten öffentlichen Eindruck können das nur die Länder“, sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Fiedler, dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Der Bund hat diesbezüglich keine eigene gesetzliche Möglichkeit.“

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte einen generellen Abschiebstopp für iranische Staatsbürger abgelehnt. Am Dienstag setzte das Land seine Rückführungen in den Iran aufgrund der dortigen Situation vorerst aus. Zuvor hatten das Saarland, Niedersachsen, , Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein einen Abschiebestopp angeordnet.

Fiedler begrüßte das Vorgehen der Länder. „Es läge nahe, dass auch die anderen Länder alsbald diesen Weg einschlagen“, fügte er hinzu. „Im Zweifel werden die Gerichte aktuell ohnehin keine Abschiebungen zulassen.“

Die Grünen fordern, dass Dobrindt „unverzüglich“ einen bundesweiten Abschiebungstopp in den Iran anordnet. „Niemand darf in ein Regime abgeschoben werden, das Proteste blutig unterdrückt, Frauen und Minderheiten verfolgt, tausendfach hinrichtet und Menschen willkürlich inhaftiert“, sagte der innenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Marcel Emmerich, der Zeitung.

Emmerich verlangte zudem mehr Schutzmöglichkeiten für politisch Verfolgte. Die Bundesregierung sei aufgefordert, politisch verfolgten Iranern über humanitäre Programme oder das Asylsystem in Schutz zu bieten, sagte er.

Siehe auch:  Polizisten bei Festnahme in Wald-Michelbach verletzt
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sebastian Fiedler (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • SPD weist bundesweiten Abschiebestopp für Iran zurück, da nur Länder zuständig sind.
  • Brandenburg setzt Rückführungen in den Iran vorerst aus; vorherige Abschiebestopps in mehreren anderen Bundesländern.
  • Grüne fordern sofortigen bundesweiten Abschiebestopp und mehr Schutzmöglichkeiten für politisch Verfolgte.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: iranische Staatsbürger
  • Zielgruppen: politisch Verfolgte, Frauen, Minderheiten
  • Regionen: Deutschland, insbesondere Brandenburg, Saarland, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein
  • Fristen: "unverzüglich" (Forderung der Grünen)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • SPD weist bundesweiten Abschiebestopp für Iran zurück, da nur Länder zuständig sind.
  • Brandenburg und mehrere andere Bundesländer stellen Rückführungen aufgrund der Situation im Iran ein.
  • Grüne fordern generellen Abschiebestopp aufgrund von Menschenrechtsverletzungen im Iran.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Rückführungen in den Iran werden von mehreren Bundesländern ausgesetzt.
  • Bund hat keine gesetzliche Kompetenz für bundesweiten Abschiebestopp.
  • Grüne fordern bundesweiten Abschiebestopp und mehr Schutz für politisch Verfolgte.

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