Haus & Grund warnt vor Scheitern der GEG-Reform
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik: GEG-Reformverhandlungen in Berlin stocken
Berlin () – Angesichts der festgefahrenen Verhandlungen über eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) warnen Verbände vor dem Scheitern und fordern Union und SPD zu mehr Tempo auf.
Der Präsident des Eigentümerverbands Haus & Grund, Kai Warnecke, sagte der „Bild“, das Gesetz müsse bis spätestens zum 1. Juli 2026 in Kraft getreten sein. „Die Zeit ist ausgesprochen knapp. Schließlich muss der Bundestag das Gesetz erst noch ausarbeiten, dann beraten, Experten anhören und kann es erst dann beschließen. Damit das Gesetz nicht wieder vom Verfassungsgericht gestoppt wird, sollte es bis spätestens Mitte Februar im Bundestag liegen. Ich halte das für kaum noch möglich.“
Wie die Zeitung weiter schreibt, verhandeln derzeit die Fraktionsspitzen von Union und SPD – sind dabei aber festgefahren. Ein für diese Woche geplantes Eckpunktepapier wird nun erst für „Anfang Februar“ erwartet, zitiert „Bild“ aus Koalitionskreisen.
Ein wesentlicher Knackpunkt ist demnach, dass die SPD die von der Union geforderte Abschaffung der 65-Prozent-Regel für den klimaneutralen Betrieb neuer Heizungen ablehnt. Warnecke betonte, wenn die GEG-Reform nicht bis zum 1. Juli verabschiedet sei, gelte in allen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern die umstrittene 65-Prozent-Regel.
Sie sieht vor, dass dann neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 Prozent klimaneutral betrieben werden müssen. „Die meisten Haushalte werden dann, wenn sie eine neue Heizung brauchen, nur eine Wärmepumpe oder eine sehr teure Hybridheizung einbauen können. Das ist teuer und das Gegenteil guter Energie- und Klimapolitik“, sagte Warnecke.
Auch der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Kommunalen Unternehmen (VKU), Ingbert Liebing, drängt Union und SPD zu einer schnellen Einigung. Liebing sagte derselben Zeitung, es brauche „schnellstmöglich Klarheit. Alle – Bürger, Mittelstand und Kommunen – müssen planen und in die Umsetzung kommen können.“ Es sei „nicht hilfreich, wenn sich die politischen Rahmenbedingungen immer wieder substanziell ändern“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Fernwärme-Anschluss (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Gesetz zum Gebäudeenergiegesetz muss bis spätestens 1. Juli 2026 in Kraft treten.
- Eckpunktepapier der Koalition wird erst Anfang Februar erwartet.
- SPD lehnt Abschaffung der 65-Prozent-Regel für klimaneutrale Heizungen ab.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- betrifft Eigentümerverbände, Bürger, Mittelstand, Kommunen
- Gesetz muss bis spätestens 1. Juli 2026 in Kraft treten, Frist Mitte Februar für den Bundestag
- betrifft Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, 65-Prozent-Regel für neu eingebaute Heizungen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Festgefahrene Verhandlungen zwischen Union und SPD zur Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)
- Abneigung der SPD gegen die Abschaffung der 65-Prozent-Regel für klimaneutrale Heizungen
- Dringlichkeit, um Gesetze rechtzeitig zur Verabschiedung und Umsetzung bereitzustellen, um erneute rechtliche Probleme zu vermeiden
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Verhandlungen zwischen Union und SPD festgefahren, geplantes Eckpunktepapier auf Anfang Februar verschoben
- GEG-Reform muss bis spätestens 1. Juli 2026 in Kraft treten, sonst gilt die 65-Prozent-Regel in Städten mit über 100.000 Einwohnern
- Verbände fordern schnellstmögliche Klarheit für Bürger, Mittelstand und Kommunen zur Planung und Umsetzung
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