Appell für zügige Umsetzung des Dokumentationszentrums Hannoverscher Bahnhof in Hamburg

27. Januar 2026

Hamburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Erinnerungskultur und Gedenkstätten in Hamburg

() – 44 langjährige Unterstützer haben sich mit einem Appell für die zügige Realisierung des geplanten Dokumentationszentrums am Hannoverschen Bahnhof in der Hamburger HafenCity ausgesprochen. Sie richten sich damit an den Hamburger Senat und den privaten Investor Harm Müller-Spreer, wie der Sprecher für Erinnerungskultur der Linksfraktion, Marco Hosemann, mitteilte.

Das Projekt, das an die Deportationen während der NS-Zeit erinnern soll, liegt seit Jahren auf Eis.

Ursprünglich war die Eröffnung für 2013 und zuletzt für 2026 vorgesehen, doch mit den Bauarbeiten wurde bis heute nicht begonnen. Wie eine Anfrage der Linksfraktion Ende vergangenen Jahres ergab, ruhen die Planungsarbeiten derzeit.

Grund ist ein Streit zwischen Investor und Stadt über die Ausstellung von Spendenquittungen für bereits getätigte Ausgaben. Der Investor wünsche diese Quittungen jetzt, der Senat plane sie jedoch erst nach Projektabschluss auszustellen.

Hosemann kritisierte, die Privatisierung des Baus sei ein ‚großer Fehler‘ gewesen.

Die Erinnerung an die NS-Verbrechen gehöre in öffentliche Hand. In einer Zeit, in der es immer weniger Zeitzeugen gebe und rechtsextreme Kräfte erstarkten, seien Gedenk- und Lernorte wie dieses Dokumentationszentrum nötiger denn je.

Der Appell kann auf der Internetseite des Auschwitz-Komitees unterzeichnet werden.

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 44 Unterstützer fordern zügige Realisierung des Dokumentationszentrums am Hannoverschen Bahnhof.
  • Streit zwischen Investor und Stadt verzögert weitere Planungsarbeiten.
  • ursprünglich geplante Eröffnung für 2013, zuletzt für 2026, wurde bislang nicht umgesetzt.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Hamburger Senat, Investor Harm Müller-Spreer, 44 Unterstützer
  • Zielgruppe: Allgemeine Öffentlichkeit, insbesondere Angehörige von NS-Zeitzeugen
  • ursprüngliche Eröffnung 2013, zuletzt 2026, Planungsarbeiten ruhen seit Ende 2022

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Appell zur schnellen Realisierung des Dokumentationszentrums
  • Streit zwischen Investor und Stadt über Spendenquittungen
  • Kritiker sehen Privatisierung als Fehler, Gedenkorte sollten in öffentlicher Hand sein

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Appell an den Hamburger Senat zur zügigen Realisierung des Dokumentationszentrums am Hannoverschen Bahnhof
  • Resolution zur Klärung des Streits zwischen Investor und Stadt bezüglich Spendenquittungen
  • Forderung nach Übernahme der Erinnerungskultur in öffentliche Hand

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