DIW: Marktanteil von Elektromobilität wächst zu langsam

4. Februar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

E-Mobilität in Deutschland: Herausforderungen und Entwicklungen

() – Der Anteil von E-Autos in wächst, aber zu langsam, um den Verkehr schnell klimaneutral zu machen. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) von Daten des Kraftfahrt-Bundesamts und der Bundesnetzagentur zum Thema E-Mobilität, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) berichten.

Demnach hat sich der Anteil der Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Fahrzeugen 2025 zwar erholt vom Einbruch 2024. Er liegt aber mit 19,1 Prozent nur knapp über den Jahren 2022 (17,7 Prozent) bzw. 2023 (18,4 Prozent).

„Es tut sich etwas, aber es ist zu langsam“, sagte DIW-Forscher Wolf-Peter Schill den Funke-Zeitungen. Es gebe viel Potenzial für dynamischeres Wachstum, „aber wir dürfen es nicht zerreden“.

Dass das Wachstum in den vergangenen Jahren nicht so schnell gewesen sei wie erhofft, habe auch an der fehlenden politischen Klarheit gelegen. Das einst von der Ampel-Regierung ausgegebene Ziel von 15 Millionen E-Autos 2030 sei nicht mehr zu erreichen. „Aber es gibt keinen Grund, von dem Ziel abzurücken, 2035 keine Verbrenner mehr zuzulassen“, sagte Schill. „Das geben Markt und Infrastruktur auf jeden Fall hier.“

Die Auswertung des DIW zeigt auch, dass sich das Verhältnis von Ladepunkten zu E-Autos in den vergangenen Jahren verbessert hat. „Gerade bei Schnellladesäulen findet man fast immer einen Platz, die Infrastruktur ist nicht ausgelastet.“ Trotzdem beherrsche die Kritik an der Ladeinfrastruktur immer noch „Sonntagsreden“.

Siehe auch:  Schulze: AfD darf niemals Verantwortung in Deutschland tragen

Auch beim Güterverkehr sieht er Bewegung: Neun Prozent der neuzugelassenen Lkw waren laut DIW 2025 rein batterieelektrisch angetrieben. Selbst bei Sattelschleppern, die vor allem im Schwerlastverkehr genutzt werden, machten Batterie-Antriebe demnach drei Prozent der Neu-Fahrzeuge aus. Der Bestand ist allerdings in beiden Bereichen noch fast vollständig von Verbrennungsmotoren geprägt. Auch bei Pkw machen reine E-Autos nach wie vor nur vier Prozent des Bestandes aus.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Autoproduktion (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Anteil der Neuzulassungen von E-Autos 2025: 19,1 Prozent
  • 2030-Ziel von 15 Millionen E-Autos nicht mehr erreichbar
  • Neun Prozent der neuzugelassenen Lkw 2025 waren batterieelektrisch angetrieben

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • E-Autos in Deutschland (Zielgruppe: Autofahrer, Verkehrsteilnehmer)
  • Anteil der Neuzulassungen 2025: 19,1% (2022: 17,7%, 2023: 18,4%)
  • Ziel von 15 Millionen E-Autos bis 2030 nicht mehr erreichbar; Ziel: 2035 keine Verbrenner mehr zulassen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Förderung der E-Mobilität durch bessere Ladeinfrastruktur
  • Beibehaltung des Ziels, bis 2035 keine Verbrenner mehr zuzulassen
  • Verbesserung der politischen Klarheit zur Beschleunigung des Wachstums im E-Auto-Sektor
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH