EU-Kommission pocht auf Öffnung von Android für weitere KI-Dienste

27. April 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

EU-Kommission und Google: KI-Dienste im Fokus

Brüssel () – Im Feststellungsverfahren der EU-Kommission wegen möglicher Verstöße von Google gegen das Gesetz über digitale Märkte (DMA) hat die Kommission Vorschläge unterbreitet, wie Google konkurrierende KI-Dienste im Betriebssystem Android mit dem eigenen KI-Dienst gleichstellen könnte.

Die Vorschläge zielen darauf ab, sicherzustellen, dass konkurrierende KI-Dienste effektiv mit Anwendungen auf den Android-Geräten der Nutzer interagieren und entsprechende Aufgaben ausführen können, wie beispielsweise das Versenden einer E-Mail über die vom Nutzer bevorzugte E-Mail-App, das Bestellen von oder das Teilen eines Fotos mit Freunden. Derzeit behält sich Google diese Funktionen weitgehend für die Nutzung durch seine eigenen KI-Angebote auf Android-Smartphones und -Tablets vor.

„KI-Dienste gewinnen für den täglichen Umgang der EU-Bürger mit ihren Mobilgeräten zunehmend an Bedeutung“, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera. „Die heute vorgeschlagenen Maßnahmen werden Android-Nutzern mehr Auswahlmöglichkeiten hinsichtlich der KI-Dienste bieten, die sie nutzen und in ihr Smartphone integrieren, einschließlich der großen Bandbreite an KI-Diensten, die mit Googles eigener KI konkurrieren.“

EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen ergänzte, dass Interoperabilität der Schlüssel sei, um das volle Potenzial von KI-Technologien auszuschöpfen. „Diese Maßnahmen werden Android-Geräte für ein breiteres Spektrum an KI-Diensten öffnen, sodass Nutzer die Freiheit haben, die KI-Dienste zu wählen, die ihren Bedürfnissen und Werten am besten entsprechen, ohne dabei auf Funktionalität verzichten zu müssen“. erklärte sie. „Die Stimme des Marktes ist wichtig, und wir ermutigen alle Interessierten, Feedback zu den heute vorgeschlagenen Maßnahmen zu geben.“

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Der Digital Markets Act (DMA) zielt darauf ab, wettbewerbsfähige und faire Märkte im digitalen Sektor zu gewährleisten. Er regelt die Tätigkeit von großen digitalen Plattformen, sogenannten „Gatekeepern“, die eine Schnittstelle zwischen gewerblichen Nutzern und Verbrauchern bilden und deren Stellung ihnen die Macht verleihen kann, Engpässe in der digitalen Wirtschaft zu schaffen.

Am 6. September 2023 hatte die Europäische Kommission die Google-Suche, Google Play, Google Maps, YouTube, das Google-Android-Betriebssystem, Google Chrome, Google Shopping und die Online-Werbedienste von Alphabet als zentrale Plattformdienste ausgewiesen. Alphabet muss seit dem 7. März 2024 alle geltenden DMA-Verpflichtungen in Bezug auf die ausgewiesenen Dienste vollständig erfüllen, erklärte die EU-Kommission.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gebäude der EU-Kommission (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • EU-Kommission schlägt Maßnahmen vor, die Google zur Gleichstellung konkurrierender KI-Dienste in Android verpflichten sollen.
  • Zukünftig sollen Nutzer KI-Dienste ihrer Wahl in Android-Geräten integrieren können, ohne auf Funktionalität verzichten zu müssen.
  • Alphabet muss ab dem 7. März 2024 alle geltenden DMA-Verpflichtungen für ausgewiesene zentrale Plattformdienste erfüllen.

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Mögliche Verstöße von Google gegen das Gesetz über digitale Märkte (DMA)
  • Vorschläge zur Gleichstellung konkurrierender KI-Dienste auf Android
  • Ziel: Verbesserung der Interoperabilität und Auswahlmöglichkeiten für Nutzer

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Vorschläge zur Gleichstellung konkurrierender KI-Dienste mit Googles KI-Dienst im Android-Betriebssystem unterbreitet
  • Maßnahmen sollen Interoperabilität fördern und Auswahlmöglichkeiten für Nutzer erhöhen
  • Alphabet muss ab dem 7. März 2024 alle geltenden DMA-Verpflichtungen erfüllen
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