CDU-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg für spätere Rente

5. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik und Wirtschaft in Baden-Württemberg

() – Der Spitzenkandidat der CDU in , Manuel Hagel, hat sich für längere Arbeitszeiten und einen späteren Renteneintritt ausgesprochen.

Die Deutschen arbeiteten rund 200 Stunden weniger als die Schweizer, sagte Hagel dem „Handelsblatt“ und forderte, Anreize für Mehrarbeit zu schaffen, etwa durch steuer- und sozialabgabenfreie Überstunden. Zugleich mahnte er eine Rentenreform an. „Natürlich werden wir aufgrund der steigenden Lebenserwartung irgendwann bis 70 oder länger arbeiten müssen.“

Der SPD, dem Koalitionspartner der CDU im Bund, warf Hagel vor, die Wirtschaft zu schädigen. „Die Idee der SPD für eine Erhöhung der Erbschaftsteuer ist Gift für den Standort.“ Eine Reform der Erbschaftsteuer könne es nur mit einer „Regionalisierung“ geben. Damit meint Hagel, dass die Länder den Steuersatz selbst festlegen können. „Das würde es uns erlauben, auf die Belange unserer Mittelständler Rücksicht zu nehmen, und würde den föderalen Wettbewerb zwischen den deutschen Ländern beleben.“

Durch die anhaltende Konjunkturkrise sieht der CDU-Politiker die deutsche Wirtschaft in ihrem Kern bedroht. „Wir erleben eine schleichende Deindustrialisierung“, sagte Hagel vier Wochen vor der Landtagswahl. Er wolle verhindern, „dass wir das Detroit Europas werden“ – eine Anspielung auf den Niedergang der Heimatstadt der US-Autoindustrie. Um die deutsche Industrie vor den „Kampfpreisen“ der chinesischen Konkurrenz zu schützen, seien politische Gegenmaßnahmen nötig. „Das umfasst auch eigene europäische Zölle.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Manuel Hagel (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Manuel Hagel fordert längere Arbeitszeiten und späteren Renteneintritt, möglicherweise bis 70 Jahre.
  • Er schlägt steuer- und sozialabgabenfreie Überstunden als Anreiz für Mehrarbeit vor.
  • Hagel kritisiert die Erbschaftsteuererhöhung der SPD und plädiert für eine Regionalisierung des Steuersatzes.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppen: Arbeitnehmer, Rentner, Mittelständler, Industrieunternehmen
  • Regionen: Baden-Württemberg, Deutschland, Europa
  • Zahlen/Fristen/Zeiträume: Arbeitszeiten bis 70 Jahre, 200 weniger Arbeitsstunden als in der Schweiz, vier Wochen vor der Landtagswahl

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Forderung nach längeren Arbeitszeiten und späterem Renteneintritt zur Anpassung an steigende Lebenserwartung
  • Anreize für Mehrarbeit durch steuer- und sozialabgabenfreie Überstunden
  • Sorge um die deutsche Wirtschaft und drohende Deindustrialisierung aufgrund der Konjunkturkrise

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Anreize für Mehrarbeit schaffen, etwa durch steuer- und sozialabgabenfreie Überstunden
  • Rentenreform fordern, um späteren Renteneintritt zu ermöglichen
  • Politische Gegenmaßnahmen gegen die chinesische Konkurrenz, inklusive europäische Zölle ergreifen

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