Bitkom kritisiert Reform der Filmförderung

5. Februar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Filmförderungskompromiss in Berlin unter Kritik

() – Der IT-Branchenverband Bitkom hat den am Donnerstag veröffentlichten Kompromissvorschlag der Bundesregierung zur Reform der Filmförderung scharf kritisiert.

„Der vorgelegte Kompromiss ist aus Sicht des Bitkom kein tragfähiger Interessenausgleich“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Er berücksichtige einseitig die Produzenten und lasse die Belange der Videodiensteanbieter weitgehend außen vor.

Besonders kritisch sieht Bitkom die sogenannte Öffnungsklausel. „Zwar können die Produktionsauflagen für Videodienste reduziert werden, wenn sie im Gegenzug noch mehr in neue Filme und Serien investieren, diese Möglichkeit ist jedoch an zusätzliche Verhandlungen mit Produzentenverbänden über Rechtefragen geknüpft“, so Rohleder. Damit erhielten einzelne Branchen faktisch ein Mitspracherecht, welches einem Vetorecht gleichkommt. Das führe zu einem „systematischen Fehlanreiz“ und bremse Investitionen.

Der Verband forderte den Bundestag auf, im weiteren Verfahren nachzusteuern und die „Perspektive der Konsumenten“ stärker zu berücksichtigen. brauche eine Filmförderung, die Investitionen ermögliche, statt sie zu verkomplizieren, sagte der Verbandschef.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: TV-Fernbedienung mit Streaming-Anbietern (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bitkom kritisiert den Kompromissvorschlag zur Reform der Filmförderung als nicht tragfähig.
  • Öffnungsklausel ermöglicht Reduktion von Produktionsauflagen, erfordert aber zusätzliche Verhandlungen mit Produzentenverbänden.
  • Bitkom fordert stärkere Berücksichtigung der Konsumentenperspektive im weiteren Verfahren.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Bitkom, IT-Branchenverband
  • Videodiensteanbieter, Produzenten
  • Deutschland, Filmförderung, Investitionen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kritik am Kompromissvorschlag der Bundesregierung zur Filmförderung
  • Einseitige Berücksichtigung der Produzenten und Vernachlässigung der Videodiensteanbieter
  • Öffnungsklausel führt zu Verhandlungen mit Produzentenverbänden und erschwert Investitionen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bitkom kritisiert den Reformvorschlag zur Filmförderung als einseitig zugunsten der Produzenten.
  • Forderung an den Bundestag, die Belange der Konsumenten stärker zu berücksichtigen.
  • Notwendigkeit, Investitionen in die Filmförderung zu erleichtern, statt sie zu verkomplizieren.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH