Warken lehnt SPD-Vorschlag zur Krankenkassenfinanzierung ab

9. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in Berlin: Finanzierungsdebatte entbrannt

() – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat sich von Überlegungen der SPD distanziert, künftig auch Erträge aus Vermietungen und Kapitalerträge zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) heranzuziehen. Stattdessen sprach sich Warken dafür aus, sogenannte „beitragsfremde Leistungen“ künftig aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren.

„Ich unterstütze die Forderung von Carsten Linnemann, die beitragsfremden Leistungen in der GKV künftig durch Bundesmittel zu finanzieren“, sagte Warken dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe). Es sei ungerecht, wenn gesetzlich Versicherte für die Versicherung von Grundsicherungsempfängern jährlich Milliardenbeträge zahlen müssen.

Warken schloss sich damit Forderungen von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann an. Der hatte am Sonntagabend in der ARD vorgeschlagen, diese Beiträge nicht länger aus den Beiträgen der regulär Versicherten zu finanzieren. Laut Linnemann tragen gesetzlich Versicherte derzeit eine zweistellige Milliardensumme pro Jahr für die Absicherung von Bürgergeldempfängern.

Der Vorstand der SPD hatte sich am Wochenende in einem Positionspapier dafür ausgesprochen, bei der Finanzierung von Gesundheit und Pflege künftig auch Mieteinnahmen und Kapitalerträge einzubeziehen. Durch eine Ausweitung der Beitragsbasis sollen nach Vorstellung der SPD die Beitragssätze für Versicherte sinken.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Patient mit Infusionsständer (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Gesundheitsministerin Nina Warken distanziert sich von SPD-Plänen, Vermietungs- und Kapitalerträge zur GKV-Finanzierung heranzuziehen.
  • Warken spricht sich für die Finanzierung "beitragsfremder Leistungen" aus dem Bundeshaushalt aus.
  • Laut Carsten Linnemann tragen gesetzlich Versicherte derzeit jährlich eine zweistellige Milliardensumme für die Absicherung von Bürgergeldempfängern.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft gesetzlich Versicherte in Deutschland
  • Finanzierung durch Bundesmittel statt Beiträge von Versicherten
  • jährliche Belastung für gesetzlich Versicherte in zweistelliger Milliardenhöhe

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Warken distanziert sich von SPD-Vorschlägen zur Verwendung von Mieteinnahmen und Kapitalerträgen zur GKV-Finanzierung.
  • Sie fordert stattdessen die Finanzierung von beitragsfremden Leistungen über den Bundeshaushalt.
  • Kritisiert die Belastung der gesetzlich Versicherten mit milliardenschweren Beiträgen für die Absicherung von Bürgergeldempfängern.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Finanzierung beitragsfremder Leistungen aus dem Bundeshaushalt statt aus GKV-Beiträgen
  • Unterstützung der Forderung von Carsten Linnemann, Beiträge für Grundsicherung aus Bundesmitteln zu decken
  • Ablehnung der SPD-Vorschläge zur Einbeziehung von Mieten und Kapitalerträgen in die GKV-Finanzierung

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