AfD-Fraktion will Stellenvergabe an Verwandte überprüfen

11. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politikprüfung der AfD-Beschäftigungsverhältnisse in Berlin

() – Die AfD will die Beschäftigung von Verwandten von AfD-Politikern als Fraktionsmitarbeiter – und damit auf Steuerzahlerkosten – überprüfen. Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, zeigte sich am Mittwoch im TV-Sender „Welt“ davon überzeugt, dass von seiner Partei „alle rechtlichen Regelungen“ eingehalten worden seien. Dennoch werde den Presseberichten auf Landes- und Bundesebene nachgegangen: „Wir gucken das nach, wir prüfen das nach.“

Baumann schloss auch eine Verschärfung der internen Regeln nicht aus. Es sei zwar „nicht so schlimm wie bei der CSU 2013, wo 79 Landtagsabgeordnete Verwandte ersten Grades eingestellt haben“. Die CSU habe daraufhin „ihre inneren Regeln verschärft“. Der AfD-Politiker weiter: „Vielleicht machen wir das auch. Wir gucken nach, ob das irgendwie nötig ist.“

Baumann machte deutlich, dass es bei der Überprüfung nicht darum gehe, ob jemand als Mitarbeiter beschäftigt werde, „der irgendwo verwandt ist“. Denn: „Das Entscheidende ist, dass Recht und Gesetz eingehalten werden und dass die Leute Leistung bringen. Wenn sie Leistung bringen, ist es okay.“ Er fügte aber hinzu: „Trotzdem darf es nicht insgesamt überhandnehmen.“

Baumann rechtfertigte die Beschäftigung beispielsweise des Vaters des AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in , Ulrich Siegmund, im Büro des AfD-Bundestagsabgeordneten Thomas Korell mit den großen Schwierigkeiten seiner Partei bei der Personalanwerbung. So könne die AfD-Bundestagsfraktion 71 von 200 Teilzeit- und Vollzeitstellen aktuell nicht besetzen. Baumann: „Wir haben große Probleme, weil das Klima vergiftet ist von Seiten unserer Gegner.“ Die Leute hätten „Angst, AfD in ihren Lebenslauf zu schreiben“. Fraktionsmitarbeiter müssten zudem vertrauenswürdig sein, um nicht von Linksradikalen unterwandert zu werden. Baumann: „Damit das Büro überhaupt besetzt ist, hat der ein oder andere vielleicht auf bekannte Leute zurückgegriffen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: AfD-Bundestagsfraktion (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • AfD überprüft Beschäftigung von Verwandten von AfD-Politikern als Fraktionsmitarbeiter.
  • Mögliche Verschärfung interner Regeln wird in Betracht gezogen.
  • Aktuell können 71 von 200 Stellen in der AfD-Bundestagsfraktion nicht besetzt werden.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: AfD-Bundestagsfraktion, insbesondere Angestellte von AfD-Politikern
  • Anzahl: 71 von 200 Stellen aktuell unbesetzt
  • Region: Sachsen-Anhalt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Überprüfung der Beschäftigung von Verwandten von AfD-Politikern als Fraktionsmitarbeiter
  • Schwierigkeiten bei der Personalanwerbung und hohe Anzahl unbesetzter Stellen
  • Angst von potenziellen Mitarbeitern, mit der AfD in Verbindung gebracht zu werden

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Überprüfung der Beschäftigung von Verwandten von AfD-Politikern als Fraktionsmitarbeiter
  • Prüfung und mögliche Verschärfung interner Regeln
  • Sicherstellung, dass Recht und Gesetz eingehalten werden und Mitarbeiter Leistung bringen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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