Umfrage: Viele Gastronomen wollen Preise erhöhen

18. Februar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Herausforderungen für die Gastronomie in Berlin

() – Trotz gesenkter Mehrwertsteuer wollen 22 Prozent der Gastronomen ihre Preise erhöhen. Das geht aus einer Dehoga-Umfrage unter knapp 700 Betrieben hervor, über die das „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe) berichtet.

„Die Gastronomie steht weiterhin unter erheblichem Druck. Sinkende Umsätze treffen auf steigende Kosten vor allem beim Personal – nicht zuletzt durch den Mindestlohn“, sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick der Zeitung. Dass die Mehrwertsteuer auf Speisen vor Ort auf sieben Prozent gesenkt wurde, sei ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Branche. Weil der gesetzliche Mindestlohn zeitgleich um 1,08 Euro auf 13,90 Euro stieg, sehen sich aber mehr als 22 Prozent der Betriebe zu Stellenabbau gezwungen. Ebenso viele Wirte gaben in der Dehoga-Umfrage an: „Wir erhöhen unsere Preise.“

„Viele Restaurants arbeiten am Limit“, sagte Zöllick. Mehr als jeder dritte Gastronom (34,8 Prozent) bezeichnet seine geschäftliche Lage als schlecht oder sehr schlecht. Jeder zweite Betrieb leidet unter sinkenden Gästezahlen, Nettoumsätzen und Gewinnen.

Die Zahl der Insolvenzen stieg 2025 erneut – um knapp 32 Prozent auf 1.819 Fälle, ermittelte die Wirtschaftsauskunftei Crif für das „Handelsblatt“. 14.400 Gastro-Unternehmen stuft Crif aktuell als insolvenzgefährdet ein. „Besonders betroffen sind kleine, familiengeführte Lokale“, sagte Crif-Deutschlandchef Frank Schlein der Zeitung. Ihnen fehle meist die finanzielle Stabilität, um die Kostensteigerungen aufzufangen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bedienung in einem Café (Archiv)

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  • 22 Prozent der Gastronomen planen Preiserhöhungen trotz gesenkter Mehrwertsteuer.
  • Mehr als 22 Prozent der Betriebe sind zum Stellenabbau gezwungen wegen des gestiegenen Mindestlohns.
  • 14.400 Gastro-Unternehmen gelten als insolvenzgefährdet, besonders kleine, familiengeführte Lokale.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • 22 Prozent der Gastronomen planen Preiserhöhungen
  • 34,8 Prozent der Gastronomen bewerten ihre Lage als schlecht oder sehr schlecht
  • 14.400 Gastro-Unternehmen als insolvenzgefährdet eingestuft

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  • Druck auf die Gastronomie durch steigende Kosten, insbesondere bei Personal und Mindestlohn
  • Sinkende Umsätze und Gästezahlen führen zu finanziellen Engpässen
  • Hohe Anzahl insolvenzgefährdeter Betriebe, insbesondere kleine, familiengeführte Lokale

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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