Ifo-Präsident warnt vor Ausweitung der Mietpreisbremse

26. Februar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in Deutschland: Mietpreisbremse und Wohnungsmarkt

() – Eine Ausweitung der Mietpreisbremse würde nach Einschätzung von Ifo-Präsident Clemens Fuest die Wohnungsnot in vergrößern.

„Solche Eingriffe entlasten den Wohnungsmarkt nicht, sie verschlimmern die Knappheit und verringern die Arbeitsmobilität“, sagte Fuest am Donnerstag. Wenn weniger Wohnungen gebaut und Vermietungsmärkte auf vorgegebenen Preisniveaus eingefroren würden, litten vor allem junge Menschen und Arbeitsuchende, die für neue Jobs umziehen müssten.

Mietregulierung führt nach Analysen des Instituts dazu, dass Investitionen in Neubauten zurückgehen und die Nutzung von bereits bestehendem Wohnraum weniger flexibel wird. Das zeigt sich unter anderem darin, dass Mieten für Neubauten deutlich über Bestandsmieten liegen – deutschlandweit rund 30 Prozent und in attraktiven Großstädten nahezu 50 Prozent höher – wodurch Umzüge für viele finanziell unattraktiv werden. Diese sinkende Mobilität verschärft die Lage auf dem Mietwohnungsmarkt, weil ältere Menschen tendenziell in zu großen Wohnungen bleiben, während junge Menschen mehr Schwierigkeiten haben, eine Wohnung zu finden.

Fuest spricht sich deshalb gegen weitere Verschärfungen der Mietpreisbremse aus. „Wichtig wären Maßnahmen, die den Wohnungsbau fördern und die Nutzung des Bestands verbessern. Nur so lassen sich Wohnungsangebot und Nachfrage langfristig in Einklang bringen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Hausfassade (Archiv)

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  • Ifo-Präsident Clemens Fuest warnt, dass eine Ausweitung der Mietpreisbremse die Wohnungsnot verschärfen würde.
  • Mietregulierung führt zu einem Rückgang der Investitionen in Neubauten und verringert die Flexibilität der Nutzung bestehender Wohnungen.
  • Fuest plädiert für Maßnahmen, die den Wohnungsbau fördern und die Nutzung des Bestands verbessern.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: junge Menschen, Arbeitsuchende
  • Region: Deutschland
  • Auswirkungen: Verschärfung der Wohnungsnot, Rückgang der Neubauten, Mieten für Neubauten etwa 30% (gesamt) und bis zu 50% (Großstädte) höher als Bestandsmieten

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ausweitung der Mietpreisbremse verschärft die Wohnungsnot
  • Fehlende Förderung des Wohnungsbaus und eingeschränkte Mobilität
  • Hohe Mieten für Neubauten führen zu finanziellen Nachteilen bei Umzügen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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