Jusos nennen Heizungsdeal mit Union "sozialpolitisch fahrlässig"

26. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik Berlin: Kritik am Heizgesetz für Mieter

() – Nach der Verständigung von Union und SPD auf die Grundzüge eines neuen Heizungsgesetzes kritisiert der SPD-Nachwuchs fehlende Leitplanken zum Schutz von Mietern.

„Dass der Schutz vor Kostenabwälzung nicht glasklar und verbindlich Teil der Einigung ist, ist sozialpolitisch fahrlässig“, sagte der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer am Donnerstag dem Sender ntv mit Blick auf das am Dienstag vorgestellte Eckpunktepapier. Die Mieter dürften nicht die Rechnung für den Geiz der Vermieter zahlen.

Die Regierungskoalition will wieder den Einbau neuer Gas- und Ölheizungen erlauben, wenn diese ausschließlich Heizöl oder Erdgas verfeuern, das zu mindestens zehn Prozent aus alternativen Kraftstoffen besteht. Diese Treibstoffe aber sind nach Einschätzung von Experten und Verbänden mit höheren Kosten verbunden, zumal in den kommenden Jahren ein steigender CO2-Preis erwartet wird.

Wenn Vermieter Entscheidungen treffen können, die absehbar höhere laufende Kosten verursachen, sei die nächste Nebenkostenexplosion politisch vorprogrammiert und zahlen sollten am Ende die Mieter, sagte Türmer. Er forderte deshalb „harte Leitplanken“. Dazu gehöre ein verbindlicher Nebenkostenschutz, klare Regeln gegen Kostenabwälzung auf die Mieter und „eine Förderung, die wirklich bei den Menschen ankommt“. Andernfalls „verschärft die Koalition die Wohnraumkrise weiter“. Steigende Warmmieten drohten noch mehr Menschen aus Wohngebieten zu verdrängen.

Siehe auch:  CDU-Vorstand sagt Klausurtagung wegen Wetterwarnungen ab
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Philipp Türmer (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • SPD-Nachwuchs kritisiert fehlende Mieterschutzmaßnahmen im neuen Heizungsgesetz
  • Einbau neuer Gas- und Ölheizungen mit mindestens 10% alternativen Kraftstoffen wird erlaubt
  • Experten warnen vor höheren Kosten durch steigenden CO2-Preis und mögliche Nebenkostenexplosion

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Mieter in Deutschland
  • Stärke: Hohe Kostenbelastung durch mögliche Nebenkostenexplosion
  • Forderungen: Verbindlicher Nebenkostenschutz, klare Regeln gegen Kostenabwälzung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Fehlende Leitplanken zum Schutz von Mietern in neuem Heizungsgesetz
  • Erlaubnis zum Einbau neuer Gas- und Ölheizungen mit höheren Kosten durch alternative Kraftstoffe
  • Erhöhung der Nebenkosten durch Vermieterentscheidungen und drohende Verdrängung aus Wohngebieten

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einbau neuer Gas- und Ölheizungen mit einem Mindestanteil alternativer Kraftstoffe wird erlaubt
  • Forderung nach verbindlichem Nebenkostenschutz und klaren Regeln gegen Kostenabwälzung auf Mieter
  • Notwendigkeit, Förderungen anzupassen, damit sie den Menschen zugutekommen

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




4,6/5 (6 Bewertungen)
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)