Kinderschutzbund begrüßt Änderungen beim Vaterschaftsrecht

27. Februar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Reform der Vaterschaftsangelegenheiten in Deutschland

() – Der Deutsche Kinderschutzbund hat die Entscheidung des Bundestages vom Donnerstagabend, leiblichen Vätern die Anfechtung einer rechtlichen Vaterschaft eines nicht leiblichen Vaters zu erleichtern, im Grundsatz begrüßt.

„Kinder brauchen bei Fragen der Abstammung vor allem Klarheit, Stabilität und rechtssichere Verhältnisse“, sagte Bundesgeschäftsführer Daniel Grein dem „Redaktionsnetzwerk „. „Der Gesetzentwurf greift die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts auf und enthält an mehreren Stellen sinnvolle Ansätze, etwa durch die stärkere Berücksichtigung des Kindeswohls und durch Erleichterungen bei einvernehmlichen Lösungen.“

Er fügte indes noch hinzu: „Gleichwohl sehen wir einzelne Regelungen weiterhin kritisch. Das gilt insbesondere für die vorgesehene `zweite Chance` für leibliche Väter. Auch wenn diese Option verfassungsrechtlich begründet ist, bleibt es aus unserer Sicht unbefriedigend, dass das Recht des Kindes auf Rechtssicherheit und verlässliche Eltern-Kind-Zuordnungen hier hinter den Rechten des leiblichen Vaters zurücktreten soll.“

Mit der Reform kann der leibliche Vater nun die Vaterschaft anfechten, wenn er eine enge Beziehung zu seinem Kind hat oder wenn eine frühere Beziehung zum Kind ohne sein Verschulden abgebrochen wurde. Eine weitere Regelung soll zudem einen Wettlauf um die Vaterschaft verhindern: Wenn der leibliche Vater bei Gericht bereits ein Verfahren zur Feststellung seiner Vaterschaft angestrengt hat, soll bis zur Entscheidung kein anderer Mann die Vaterschaft anerkennen können.

Siehe auch:  Brantner kritisiert Wirtschafts- und Energiepolitik von Schwarz-Rot

Erweitert wird außerdem das Mitspracherecht des betroffenen Kindes: Ist es mindestens 14 Jahre alt, kann es verhindern, dass ihm die Mutter statt des leiblichen Vaters einen anderen Mann als rechtlichen Vater aufzwingt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mann mit Kind (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Leibliche Väter können die Vaterschaft eines nicht leiblichen Vaters einfacher anfechten.
  • Reform ermöglicht leiblichen Vätern die Anfechtung bei enger Beziehung oder unverschuldetem Abbruch der Beziehung zum Kind.
  • Kinder ab 14 Jahren können verhindern, dass die Mutter ihnen einen anderen rechtlichen Vater zuweist.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind leibliche Väter und deren Kinder
  • Reform ermöglicht leiblichen Vätern unter bestimmten Bedingungen die Anfechtung der Vaterschaft
  • Kinder ab 14 Jahren können Einfluss auf rechtliche Vaterschaft nehmen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Erleichterung der Anfechtung einer rechtlichen Vaterschaft durch leibliche Väter
  • Bedarf an Klarheit, Stabilität und rechtssicheren Verhältnissen für Kinder
  • Berücksichtigung des Kindeswohls und Vermeidung von Wettläufen um die Vaterschaft

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




4,0/5 (24 Bewertungen)
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH