Grüne verurteilen Reiche-Vorstoß zur Förderung von heimischem Gas

28. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in Deutschland: Debatte um Gasförderung

() – Die Grünen haben mit scharfer Ablehnung auf den Vorstoß von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zur Förderung von Gas in reagiert.

Reiches Pläne seien „völliger Wahnsinn“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Julia Verlinden, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben). „Nach dieser Woche kann es niemand mehr bestreiten: Die Gaslobby sitzt im Wirtschaftsministerium.“

Reiche hatte dafür plädiert, die Förderung von heimischem Gas auszuweiten. „Wir haben eigene Reserven in Deutschland“, sagte sie den Funke-Zeitungen. Entscheidend sei, ob das Gas zu guten Bedingungen förderfähig sei. „Darüber müssen wir sprechen – gerade wenn man nicht so viele Rohstoffe hat, gerade in so herausfordernden geopolitischen Zeiten.“ Hierbei müsse „sehr sensibel zwischen Umweltinteressen und Rohstoffversorgung abgewogen werden“. Beides sei berechtigt.

Die Gas-Förderung mittels Fracking-Technologie ist seit 2017 untersagt. Bei diesem Verfahren werden in tiefen Gesteinsschichten gebundene Gasvorkommen durch Einpressen von Chemikalien unter Druck extrahiert. Das Verbot basiert auf Risiken für das Grundwasser.

Reiche verwies darauf, dass die Bundesregierung den Niederlanden ermöglicht habe, ein Gasfeld in der Nordsee zu explorieren. „Das sollte – bei aller berechtigten Sorge um Meeresschutz – auch von deutscher Seite aus möglich sein“, sagte sie. „Wir halten es auf Dauer nicht durch, unpopuläre Maßnahmen an die Nachbarn auszulagern.“

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Verlinden entgegnete: „Die Bundesregierung soll endlich eine Strategie vorlegen, wie der Gasverbrauch wirksam reduziert wird. Nur so sichern wir bezahlbare Energie und schützen das Klima sowie unsere Lebensgrundlagen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gasleitung (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Grünen lehnen Wirtschaftsministerin Reiche's Vorstoß zur Gasförderung ab
  • Fracking-Technologie zur Gasförderung ist seit 2017 in Deutschland untersagt
  • Diskussion über Abwägung von Umweltinteressen und Rohstoffversorgung notwendig

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  • Betroffen sind die Grünen und die Bundesregierung
  • Starke Ablehnung der Grünen gegen die Pläne zur Gasförderung, insbesondere Fracking
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  • Ablehnung der Gasförderung von den Grünen aufgrund von Umweltinteressen
  • Plädoyer für heimische Gasförderung durch Wirtschaftsministerin Katherina Reiche in geopolitischen Zeiten
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Die Bundesregierung soll eine Strategie zur Reduzierung des Gasverbrauchs vorlegen.
  • Es wird eine Abwägung zwischen Umweltinteressen und Rohstoffversorgung gefordert.
  • Die Möglichkeit der Exploration eigener Gasvorkommen, wie bei den Niederlanden, soll geprüft werden.

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