Deutsche Sicherheitsbehörden warnen vor iranischen Schläferzellen

6. März 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Sicherheitspolitik im Iran: Risiken in Deutschland

() – Deutsche Sicherheitsbehörden sehen verstärkt das Risiko, dass der nicht nur eigene Agenten, sondern auch kriminelle Helfer für Anschläge hierzulande einsetzt.

Sicherheitskreise verweisen auf Fälle, in denen iranische Dienste Mitglieder der organisierten Kriminalität gezielt anwarben, etwa bei einem früheren Brandanschlag auf eine Synagoge in Bochum. „Je stärker das Regime unter Druck gerät, desto größer ist das Risiko unvorhersehbarer Reaktionen“, sagte Marc Henrichmann (CDU), Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums im Bundestag, das die Nachrichtendienste des Bundes überwacht, der „Welt am Sonntag“.

Vor allem vom Iran gesteuerte Milizen wie die Hisbollah seien in erhöhter Aktivität, so Henrichmann weiter. „Nun werden insbesondere jüdische, israelische und amerikanische Einrichtungen gesondert geschützt“.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) teilte auf Anfrage mit: „Anhaltend im Visier iranischer Nachrichtendienste stehen Menschen aus dem Umfeld der iranischen Auslandsopposition in . Zwar sind bis dato keine gewalttätigen Vorfälle gegen iranische Oppositionelle in Deutschland bekannt, dafür aber in anderen Staaten Westeuropas.“

„Wenn es jemals einen Zeitpunkt gab, an dem der Iran seine Fähigkeiten zu Operationen im Ausland einsetzen könnte, dann jetzt“, sagte der ehemalige FBI-Terrorermittler Matthew Levitt der „Welt am Sonntag“. „Je näher das Regime einer existenziellen Bedrohung, einem Regimewechsel, gegenübersteht, desto wahrscheinlicher ist es, dass es mit allen Mitteln zurückschlägt. Dies könnte den Einsatz iranischer Agenten, terroristischer oder krimineller Stellvertreter oder den Versuch, einsame Wölfe zu Taten anzustiften, umfassen“, so Levitt, heute Direktor der -nahen US-Denkfabrik „Washington Institute for Near East Policy“.

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Laut Bericht der „Welt am Sonntag“ werden insbesondere Hisbollah-Sympathisanten und Hamas-Unterstützern Vergeltungsangriffe zugetraut. Auch Skandinavien steht im Fokus der Sicherheitsbehörden: Führende Figuren der kriminellen schwedischen Organisation „Foxtrot“ kooperieren demnach mit iranischen Diensten und haben in der Vergangenheit in deren Auftrag Terroranschläge auf israelische Einrichtungen und Botschaften in Europa geplant und ausgeführt. Die Organisation, berüchtigt für Gewalt und Drogenhandel, wird seit März 2025 wegen ihrer Nähe zum iranischen Regime vom US-Außenministerium sanktioniert.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Demo für Regime-Wechsel im Iran (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Sicherheitsbehörden sehen steigendes Risiko von iranischen Anschlägen in Deutschland.
  • Vor allem Hisbollah-Milizen zeigen erhöhte Aktivität und jüdische, israelische sowie amerikanische Einrichtungen werden gesondert geschützt.
  • Kooperation zwischen der schwedischen Organisation "Foxtrot" und iranischen Diensten in Zusammenhang mit geplanten Anschlägen auf israelische Einrichtungen in Europa.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind jüdische, israelische und amerikanische Einrichtungen sowie iranische Auslandsopposition in Deutschland und Westeuropa.
  • Regionen im Fokus sind Deutschland und Skandinavien; Organisationen wie Hisbollah und die schwedische Organisation "Foxtrot" sind beteiligt.
  • Frist: "Foxtrot" wird seit März 2025 sanktioniert; Risiken steigen mit der Drucksituation des iranischen Regimes.

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Risiko von Anschlägen durch iranische Agenten und kriminelle Helfer in Deutschland
  • Zunehmender Druck auf das iranische Regime könnte zu unvorhersehbaren Reaktionen führen
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Besondere Sicherungsmaßnahmen für jüdische, israelische und amerikanische Einrichtungen
  • Überwachung von iranischen Nachrichtendiensten und deren Aktivitäten in Deutschland
  • Warnung vor möglichen Vergeltungsangriffen durch Hisbollah- und Hamas-Unterstützer

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