Reichinnek kritisiert Social-Media-Verbot für Jugendliche

13. März 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Debatte um Social-Media-Nutzung von Kindern

() – Die Vorsitzende der Linkenfraktion im Bundestag, Heidi Reichinnek, hat in der Debatte um ein Social-Media-Verbot für Kinder die Bundesregierung scharf kritisiert.

„Vor allem mentale Gesundheit und Einsamkeit unter jungen Menschen sind Themen, die brennen“, sagte Reichinnek dem „Redaktionsnetzwerk “ (Freitagausgaben). „Aber anstatt hier endlich das notwendige Geld in die Hand zu nehmen für eine echte Kindergrundsicherung, eine gut ausgestattete Jugendhilfe, therapeutische Angebote und Jugendtreffs, um nur einige Beispiele zu nennen, stilisieren Politiker aus Union und SPD die Debatte um eine Altersbeschränkung bei Social Media zur alles entscheidenden Frage.“

Ein Verbot sei „billig zu haben“, sagte Reichinnek. Sie verlangte, „an die Wurzel des Problems zu gehen“. Dazu gehörten auch „Medienbildung und Anlaufstellen, an die sich junge Menschen und Eltern wenden können“. Die Altersbeschränkung für Social Media diene ihrer Ansicht nach nur der Ablenkung. „Die Regierung kann sich vielleicht in ein paar Wochen auf die Schultern klopfen, weil sie mit der Altersbeschränkung vortäuscht, dass sie sich um Kinder und Jugendliche kümmert. Aber die werden weiter darunter leiden, dass die unsoziale Politik dieser Regierung genau wie der Kürzungswahn sie besonders trifft.“

Von Ungerechtigkeit in der Bildung über fehlende Schulsozial- und Jugendarbeit bis zur Kinderarmut gebe es mehr Probleme als genug, deren sich Bundes- und Landesregierungen annehmen könnten. „Die `schwere Sünde` gegenüber Kindern und Jugendlichen ist vor allem, dass sie in der Regierungspolitik einfach keine Priorität haben“, sagte sie.

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Reichinnek bezog sich damit auf eine Aussage von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), der dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ mit Blick auf schädliche Einflüsse sozialer Netzwerke gesagt hatte: „Wir haben in den vergangenen Jahren eine schwere Sünde begangen, weil wir das zu spät erkannt und nichts getan haben. Bei der jüngeren Generation haben wir erhebliche Schäden mitzuverantworten, weil wir unserer Schutzfunktion als Staat nicht nachgekommen sind.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Instagram-Logo auf einem Smartphone (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Kritik an der Bundesregierung bezüglich der mentalen Gesundheit und Einsamkeit junger Menschen
  • Forderung nach Investitionen in Kindergrundsicherung, Jugendhilfe und Medienbildung
  • Altersbeschränkung bei Social Media als Ablenkung von grundlegenden Problemen erkannt

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Kinder und Jugendliche
  • Region: Deutschland
  • Politik-Themen: mentale Gesundheit, Einsamkeit, Kinderarmut, Bildungsungerechtigkeit

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kritische mentale Gesundheit und Einsamkeit unter jungen Menschen
  • Mangelnde Investitionen in Kindergrundsicherung und Jugendhilfe
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Kritik an der Bundesregierung für mangelnde Investitionen in Kindergrundsicherung und Jugendhilfe
  • Anforderungen an mehr Medienbildung und Anlaufstellen für junge Menschen
  • Forderung nach einer Priorisierung von Kinder- und Jugendanliegen in der Regierungspolitik

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