Bürgergeld: Grüne kritisieren Verschärfungen für psychisch Kranke
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik: Bürgergeldreform in Berlin kritisiert
Berlin () – Die Grünen warnen vor der schwarz-roten Bürgergeldreform der Bundesregierung. „Die geplanten Verschärfungen der Grundsicherung treffen psychisch erkrankte Menschen mit voller Wucht“, sagte Kirsten Kappert-Gonther, Obfrau der Grünen im Gesundheitsausschuss, dem „Spiegel“.
Im Gesetzentwurf von SPD-Arbeitsministerin Bärbel Bas heißt es, dass unter Umständen auch für Menschen mit psychischen Krankheiten Leistungen gestrichen werden können, wenn sie drei Termine im Jobcenter ohne triftigen Grund verpassen. Zudem sollen Mitarbeiter der Behörde die Betroffenen zu Hause aufsuchen können.
„Für Menschen mit Depressionen, Angststörungen oder Suchterkrankungen stellen die geplanten Anforderungen eine extra Hürde dar“, kritisierte Kappert-Gonther. „Es ist nicht die Aufgabe von Jobcentern, zu prüfen, ob eine psychische Erkrankung vorliegt.“ Dafür gebe es Ärzte und Psychotherapeuten, so die Grünenabgeordnete, die selbst Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie ist. Ein Streichen von Leistungen, wenn Termine im Jobcenter verpasst werden, sei „für psychisch kranke Menschen bedrohlich und kontraproduktiv“, warnte sie.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Agentur für Arbeit (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
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- Verschärfungen der Grundsicherung im Bürgergeld werden kritisiert.
- Leistungen können gestrichen werden, wenn drei Termine im Jobcenter ohne triftigen Grund versäumt werden.
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- Betroffen sind psychisch erkrankte Menschen, insbesondere mit Depressionen, Angststörungen oder Suchterkrankungen
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Geplante Streichungen von Leistungen bei drei verpassten Terminen im Jobcenter ohne triftigen Grund
- Möglichkeit für Behördenmitarbeiter, Betroffene zu Hause aufzusuchen
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