EU-Kommission gibt Übernahme von Sky durch RTL ohne Auflagen frei
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: Übernahme von Sky durch RTL
Brüssel () – Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme von Sky durch die RTL Deutschland ohne Auflagen freigegeben. Nach Prüfung des Vorhabens sei man zu dem Schluss gelangt, dass der Zusammenschluss keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) aufwerfe, teilte die Kommission am Mittwoch mit.
Man habe festgestellt, dass das Vorhaben in der angemeldeten Form den Wettbewerb nicht erheblich beeinträchtigen würde, da der Zusammenschluss insbesondere die Nachfragemacht von RTL und Sky Dach auf den Märkten für den Erwerb audiovisueller Inhalte voraussichtlich nicht stärken werde. RTL und Sky würden sowohl bei Unterhaltungs- als auch bei Sportinhalten derzeit unterschiedliche Schwerpunkte verfolgen und seien daher keine engen Wettbewerber.
Zudem erklärte die Kommission, dass die Übernahme den Wettbewerb auf dem Markt für die Bereitstellung und den Erwerb von Fernsehkanälen und audiovisuellen Diensten auf Vorleistungsebene nicht beeinträchtige, weil das aus dem Zusammenschluss hervorgehende Unternehmen nur über einen relativ geringen Marktanteil verfüge, die Unternehmen keine engen Wettbewerber seien und weiterhin ausreichende alternative Anbieter für den audiovisuellen Einzelhandel zur Verfügung stehen würden.
Es komme auch zu keiner erheblichen Verringerung des Wettbewerbs auf dem Markt für die Bereitstellung von Werbeflächen, auf dem angesichts der Verlagerung der Zuschauerschaft insbesondere auf globale Streaming-Plattformen erheblicher Wettbewerbsdruck bestehe. Die Kommission kam zu dem Schluss, dass der Zusammenschluss selbst auf dem Markt für die Bereitstellung von Werbung im linearen Fernsehen nur eine geringe Verbesserung der Marktstellung der Unternehmen zur Folge hätte. Es lägen ausreichende Nachweise dafür vor, dass die Kunden leicht wechseln könnten und das auch tatsächlich tun würden.
RTL und Sky erhoffen sich von dem Zusammenschluss, dass sie dadurch stärker mit globalen Streaming-Plattformen konkurrieren und auf die raschen Veränderungen im Bereich der Bereitstellung audiovisueller Inhalte reagieren können.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Studios von RTL und n-tv (Archiv) |
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