Zahl der Unternehmen in der Rüstungsindustrie hat sich verdoppelt

27. April 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Rüstungsindustrie in Deutschland: Wachstum und Herausforderungen

() – Die Zahl der deutschen Unternehmen in der Rüstungsindustrie hat sich seit dem russischen Überfall auf die und durch die stetige Erhöhung des Verteidigungsetats mehr als verdoppelt. Das sagte ein Sprecher des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) dem „Redaktionsnetzwerk “ (Montagausgaben).

Demnach sei die Zahl der Mitgliedsunternehmen im BDSV von 2024 bis 2025 um rund 200 gestiegen – und seit November 2025 noch einmal um 100 auf zuletzt 550 insgesamt. Dieser Trend zeigt sich auch in Ostdeutschland, wo die Rüstungsindustrie zuvor weniger stark vertreten war.

Der Hauptgeschäftsführer des BDSV, Hans Christoph Atzpodien, sagte dem RND: „In den östlichen Bundesländern haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Aktivitäten, nicht zuletzt im Mittelstand, zur Stärkung der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie entwickelt.“ So gebe es „eine Reihe von Ansiedlungen großer Systemhäuser“, darunter Hensoldt und Airbus Defence and Space. Auch MBDA, Diehl Defence oder KNDS bauten ihre Aktivitäten im Osten aus. Das geschehe jedoch „mit insgesamt weniger Beschäftigten als in den westlichen Bundesländern“, fügte Atzpodien hinzu. „Diese Entwicklung ist historisch bedingt.“

Die Ministerpräsidenten von und Thüringen, Michael Kretschmer und Mario Voigt (beide CDU), hatten im Herbst letzten Jahres gefordert, dass Ostdeutschland von den neuerdings enormen staatlichen Aufträgen an die Rüstungsindustrie stärker partizipieren müsse.

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Eine Sprecherin der Thüringer Staatskanzler bekräftigte dies nun: „Thüringen wirbt auch bei der Bundesregierung intensiv dafür, bei Investitionen in die Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit stärker berücksichtigt zu werden“, sagte sie dem RND. „Das gilt für Beschaffung und Lieferketten ebenso wie für Infrastruktur und Standorte. Thüringen verfügt über erhebliche Potenziale in Zukunftsfeldern wie beispielsweise Robotik, Optik und Materialwissenschaften.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Rheinmetall (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Zahl der Mitgliedsunternehmen im BDSV stieg von 2024 bis 2025 um rund 200 auf insgesamt 550.
  • Ostdeutschland verzeichnet zahlreiche neue Aktivitäten und Ansiedlungen großer Systemhäuser in der Rüstungsindustrie.
  • Thüringen fordert verstärkte Berücksichtigung bei staatlichen Aufträgen und Investitionen in Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betrifft deutsche Unternehmen in der Rüstungsindustrie, insbesondere seit 2022
  • Zahl der Mitgliedsunternehmen im BDSV von 2024 bis 2025 um rund 200 gestiegen, bis November 2025 auf 550
  • Fokus auf Ostdeutschland, wo Unternehmen wie Hensoldt und Airbus ansiedeln; weniger Beschäftigte als in Westdeutschland

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Verdopplung der deutschen Unternehmen in der Rüstungsindustrie seit dem russischen Überfall auf die Ukraine
  • Erhöhung des Verteidigungsetats und staatliche Aufträge als Treiber für den Anstieg
  • Stärkung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Ostdeutschland trotz historisch bedingter Unterschiede in der Beschäftigung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Thüringen wirbt bei der Bundesregierung um stärkere Berücksichtigung bei Investitionen in Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit.
  • Ministerpräsidenten fordern höhere Partizipation Ostdeutschlands an staatlichen Aufträgen.
  • Entwicklung von Infrastruktur und Standorten in Thüringen für Zukunftsfelder wie Robotik, Optik und Materialwissenschaften.
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