Zahl der Kriegsdienstverweigerungen steigt rasant

27. April 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Trends zur Kriegsdienstverweigerung in Köln

() – Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung steigt weiter an.

Allein im ersten Quartal dieses Jahres haben bereits 2.656 Menschen einen entsprechenden Antrag gestellt und damit mehr als im gesamten Jahr 2024 (2.249). Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (noz) unter Berufung auf eine Antwort des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) auf eine entsprechende Anfrage.

Hält der Trend an, steuert die Zahl 2026 auf den höchsten Stand seit Aussetzung der Wehrpflicht 2011 zu. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 gab es insgesamt 3.879 Anträge. Im Jahr 2023 haben 1.079 Personen den Dienst an der Waffe verweigert. Hintergrund dürfte die angespannte Sicherheitslage und die Debatte über eine Wiedereinführung der Wehrpflicht sein.

Parallel zu der Entwicklung widerrufen auch zunehmend Menschen ihre bereits erfolgte Kriegsdienstverweigerung: Im vergangenen Jahr war das 781 Mal der Fall, im ersten Quartal dieses Jahres bereits 233 Mal. In den Vorjahren war die Zahl der Anträge auf Rücknahme der Verweigerung von 304 im Jahr 2021 bis zu 626 in 2024 deutlich geringer.

Die Wehrpflicht ist seit 2011 ausgesetzt und gilt nur für den Verteidigungsfall weiter. Unabhängig davon bleibt das Recht bestehen, den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen gemäß Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes zu verweigern. Entsprechende Anträge nehmen die Karrierecenter der Bundeswehr entgegen und leiten sie dann an das BAFzA weiter.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Soldaten (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Im ersten Quartal 2023 wurden 2.656 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung gestellt, mehr als im gesamten Jahr 2024 (2.249).
  • Im Jahr 2025 gab es insgesamt 3.879 Anträge, der Trend könnte auf den höchsten Stand seit 2011 zusteuern.
  • Im ersten Quartal 2023 wurden bereits 233 Widerrufe von Kriegsdienstverweigerungen eingereicht, nach 781 im gesamten Jahr 2022.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • 2.656 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung im ersten Quartal 2023
  • Trend steuert auf höchsten Stand seit 2011 zu, mögliche 3.879 Anträge im Jahr 2025
  • Anstieg der Widerrufe von Kriegsdienstverweigerung, 233 im ersten Quartal 2023

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Anträge auf Kriegsdienstverweigerung werden entgegengenommen und an das BAFzA weitergeleitet.
  • Die Behörden beobachten einen Anstieg der Rücknahmen von Kriegsdienstverweigerungen.
  • Die Politik diskutiert über eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH