Hannover ist waffenstärkste Region in Niedersachsen
Regional - Schleswig-Holstein - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaft: Waffenbesitz in Norddeutschland
Hannover () – Die Zahl der Schusswaffen im Norden Deutschlands konzentriert sich stark auf ländliche Regionen. Das geht aus einer Abfrage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) unter Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen und Schleswig-Holstein hervor.
Besonders viele Waffen waren demnach zum Stichtag 31. Dezember in einzelnen Flächenregionen registriert.
In Niedersachsen führt die Region Hannover mit rund 41.800 Schusswaffen, gefolgt von den Landkreisen Gifhorn (rund 40.500) und Emsland (rund 37.000). Auch der Landkreis Osnabrück (rund 34.700) und Harburg (rund 29.200) gehören zu den Spitzenreitern.
In Schleswig-Holstein liegt der Kreis Rendsburg-Eckernförde mit rund 28.900 Waffen vorn, gefolgt vom Herzogtum Lauenburg (rund 21.600) und dem Kreis Segeberg (rund 20.000).
Hinter den Zahlen sieht die Gewerkschaft der Polizei (GdP) einen Trend zur wachsenden Bewaffnung. Der Grund: Die Bevölkerung fühle sich zunehmend unsicher.
„Die Menschen verlieren das Vertrauen in den Rechtsstaat, etwa weil Gerichtsverfahren sehr lange dauern“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke. Daher hätten immer mehr Menschen das Gefühl, sich selbst schützen zu müssen.
Auffällig ist ein deutliches Stadt-Land-Gefälle: Während große Flächenlandkreise hohe Zahlen verzeichnen, sind sie in Städten deutlich niedriger – etwa in Delmenhorst (rund 2.300 Waffen), Wilhelmshaven (rund 2.000) oder Flensburg (rund 1.800).
Die Polizeigewerkschaft erklärt das mit einem hohen Anteil von Jägern und Sportschützen.
„Diese Gruppen machen uns weniger Sorgen, weil sie sich mit Waffen auskennen“, sagte Kopelke. Problematischer seien andere Entwicklungen: Menschen mit besonderer Faszination für Waffen sowie solche, die aus Unsicherheit heraus aufrüsteten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Waffenladen (Archiv) |
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- Zahl der Schusswaffen in ländlichen Regionen im Norden Deutschlands hoch.
- Region Hannover (Niedersachsen) mit ca. 41.800 Schusswaffen an der Spitze.
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- betroffen: ländliche Regionen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein
- Zielgruppen: Jäger, Sportschützen, Bevölkerung mit Unsicherheitsgefühl
- Zahlen: Niedersachsen: Hannover (41.800), Gifhorn (40.500), Emsland (37.000); Schleswig-Holstein: Rendsburg-Eckernförde (28.900), Herzogtum Lauenburg (21.600), Segeberg (20.000)
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- Konzentration der Schusswaffen auf ländliche Regionen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein
- Wachsende Unsicherheit der Bevölkerung und Vertrauensverlust in den Rechtsstaat
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