IG Metall wirft IAV Kahlschlag vor – 1.400 Jobs und Standort Berlin bedroht

7. Mai 2026

Niedersachsen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Herausforderungen in Niedersachsen

() – Die IG Metall und -Anhalt hat der Geschäftsführung der IAV GmbH vorgeworfen, ein Kahlschlagprogramm vorgelegt zu haben. Wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte, sieht das Maßnahmenpaket den Abbau von bis zu 1.400 Arbeitsplätzen bis Mitte 2027, die Schließung des Standorts zum 30. Juni 2027 sowie die Verlagerung von Tätigkeiten ins Ausland vor.

Zudem seien weitreichende Eingriffe in Arbeitszeit, Entgelt, Urlaub und tarifliche Standards geplant.

Nach den Vorstellungen der Geschäftsführung sollen freiwerdende Stellen nicht nachbesetzt, sondern verbindlich in sogenannte Best-Cost-Countries verlagert werden. Gleichzeitig sei eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden, der Verzicht auf Tariferhöhungen bis mindestens 2028 sowie die Kürzung des Urlaubs auf 25 Tage vorgesehen.

Die IG Metall kritisierte zudem geplante verpflichtende Qualifizierungsmaßnahmen mit Tests, bei deren Nichtbestehen arbeitsrechtliche Sanktionen drohen sollen. „Wer 1.400 Arbeitsplätze streichen, einen ganzen Standort schließen, Tarifstandards schleifen und Beschäftigte mit Tests unter Druck setzen will, legt kein Zukunftskonzept vor“, sagte Verhandlungsführer Thilo Reusch.

Die Gewerkschaft fordert die Rücknahme der Standortschließung, den Erhalt tariflicher Standards und eine verbindliche Beschäftigungssicherung. Sie kündigte an, gemeinsam mit den Betriebsräten alle rechtlichen und tarifpolitischen Möglichkeiten zu nutzen, um die Einschnitte abzuwehren. „Wer Verhandlungen will, muss mit Vorschlägen kommen – nicht mit Erpressungsszenarien“, erklärte Reusch.

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Die IG Metall erkennt zwar den Veränderungsdruck in der Automobil- und Entwicklungsdienstleistungsbranche an, sieht in dem vorgelegten Papier jedoch keine tragfähige Strategie für die Zukunft.

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Abbau von bis zu 1.400 Arbeitsplätzen bis Mitte 2027
  • Schließung des Standorts Berlin zum 30. Juni 2027
  • Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden und Kürzung des Urlaubs auf 25 Tage

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft bis zu 1.400 Beschäftigte und den Standort Berlin
  • Maßnahmen bis Mitte 2027, Schließung des Standorts am 30. Juni 2027
  • Änderungen bei Arbeitszeit auf 40 Stunden, Urlaub auf 25 Tage bis mindestens 2028

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Abbau von bis zu 1.400 Arbeitsplätzen bis Mitte 2027
  • Schließung des Standorts Berlin zum 30. Juni 2027
  • Verlagerung von Tätigkeiten ins Ausland und Erhöhung der Wochenarbeitszeit

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Nutzung aller rechtlichen und tarifpolitischen Möglichkeiten zur Abwehr der Einschnitte
  • Forderung nach Rücknahme der Standortschließung und Erhalt tariflicher Standards
  • Verhandlungsbereitschaft angebunden an konkrete Vorschläge der Unternehmensführung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH