Lebenslange Haft nach tödlicher Autofahrt in Remscheid-Lennep

8. Mai 2026

Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Mordfall in Wuppertal

() – Das Landgericht Wuppertal hat einen 25-jährigen Remscheider zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sprach ihn am Donnerstag des Mordes in Tateinheit mit versuchtem Mord, gefährlicher Körperverletzung, verbotenem Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge und vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung schuldig.

Zudem entzog die Kammer dem Mann die Fahrerlaubnis und ordnete an, dass ihm vor Ablauf von fünf Jahren keine neue erteilt werden darf.

Der Vorsitzende Richter leitete die Urteilsverkündung mit den Worten ein, dass sich das Leben der betroffenen Frauen und vieler Menschen am 30. April 2025 innerhalb von 3,5 Sekunden schlagartig geändert habe. Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Angeklagte am Abend des Tattages zunächst das Feuerwehrfest in -Lennep besucht und dort Alkohol getrunken.

Gegen 22.30 Uhr setzte er sich in seinen Mercedes-AMG GT 63S 4 Matic und fuhr die Karlstraße entlang. Als er verkehrsbedingt hinter einem parkenden Fahrzeug anhalten musste, beschleunigte er beim Anfahren sein Fahrzeug mit maximaler Kraft bei fast vollständig eingeschlagenen Vorderreifen.

Das Fahrzeug brach unkontrolliert aus, geriet auf den linken Gehweg und erfasste dort mit rund 60 km/h zwei junge Frauen im Alter von 17 und 19 Jahren.

Die 19-Jährige erlitt schwerste Kopfverletzungen und starb zwei Tage später. Die 17-Jährige erlitt Knochenbrüche und innere Verletzungen und leidet bis heute körperlich und psychisch unter den Folgen.

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Die Kammer sah das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an und gelangte zu der Überzeugung, dass der Angeklagte mit bedingtem Vorsatz handelte. Er habe die Gefahren für die Fußgänger bis hin zu tödlichen Verletzungen billigend in Kauf genommen.

Der Vorsitzende betonte, dass die Verhängung einer lebenslangen Freiheitsstrafe bei bedingtem Vorsatz zwar hart erscheine, der Straftatbestand des Mordes bei der Rechtsfolge jedoch nicht zwischen bedingtem Vorsatz und Absicht unterscheide. Dem Angeklagten sei nie vorgeworfen worden, die Tat absichtlich begangen zu haben, vielmehr habe er die Tat und ihre Folgen bereut.

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 25-jähriger Remscheider zu lebenslanger Haft verurteilt
  • Fahrerlaubnis wurde entzogen, keine neue innerhalb von fünf Jahren
  • Mordmerkmal der Heimtücke wurde als erfüllt angesehen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: 2 junge Frauen (17 und 19 Jahre alt)
  • Region: Remscheid, NRW
  • Zeitraum: Tattag 30. April 2025, Urteil am Donnerstag (unbekanntes Datum)
  • Strafen: Lebenslange Haft, Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens 5 Jahre

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Mord in Tateinheit mit versuchtem Mord und gefährlicher Körperverletzung
  • Angeklagter hatte Alkohol konsumiert und war mit hoher Geschwindigkeit gefahren
  • Unkontrolliertes Fahren erfasste zwei Fußgängerinnen auf dem Gehweg, eine starb, die andere erlitt schwere Verletzungen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Verurteilung des 25-jährigen Remscheiders zu lebenslanger Haft
  • Entzug der Fahrerlaubnis; keine Neuerteilung vor Ablauf von fünf Jahren
  • Einstufung der Tat als Mord in Tateinheit mit weiteren Delikten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH