IG Metall wirft Gifhorner Rathaus Beifall für Kahlschlag bei IAV vor
Niedersachsen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaftliche Herausforderungen in Gifhorn
Gifhorn () – Die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hat die öffentliche Kommunikation der Stadt Gifhorn zur geplanten Schließung des IAV-Standorts Berlin und zum massiven Stellenabbau scharf kritisiert. Das teilte die Gewerkschaft am Freitag mit.
Die Stadt hatte die Pläne der Geschäftsführung in sozialen Medien als „Top Nachrichten für Gifhorn“ bezeichnet, Bürgermeister Matthias Nerlich sprach von einer „guten Entwicklungsperspektive“ für den Standort Gifhorn.
Aus Sicht von IG‑Metall-Verhandlungsführer Thilo Reusch ist das ein fatales Signal. „Wer die Pläne der Geschäftsführung als gute Nachricht verkauft, stellt sich nicht an die Seite der Beschäftigten, sondern an die Seite des Managements. IAV-Jubelmeldungen helfen nur der Geschäftsführung“, kritisierte Reusch.
IAV plant den Abbau von bis zu 1.400 Arbeitsplätzen. Am Standort Berlin arbeiten rund 1.250 Beschäftigte.
Die IG Metall betont, dass die Einschnitte nicht nur Berlin betreffen. „Das ist einfachste Mathematik: Diese Pläne bedrohen alle Standorte“, so der Gewerkschafter.
Die IG Metall stellt klar, dass die Gespräche zwischen IG Metall, Betriebsrat und IAV-Vorstand weiterlaufen und nichts beschlossen sei. „Auf dem Tisch liegt eine Giftliste der Geschäftsführung – und genau diese werden wir nicht akzeptieren“, betonte Reusch. Auch die Beschäftigten in Gifhorn müssten massive Einschnitte hinnehmen, darunter längere Arbeitszeiten, tarifliche Verschlechterungen und Personalabbau durch Nichtnachbesetzung.
Die Gewerkschaft forderte die Gifhorner Verwaltungsspitze auf, ihren kommunikativen Fehltritt zu korrigieren und sich klar gegen Standortschließungen und Tarifabbau zu positionieren.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- IAV plant den Abbau von bis zu 1.400 Arbeitsplätzen, betroffen sind auch Standorte außerhalb Berlins.
- IG Metall kritisiert die positive Darstellung der Schließungspläne durch die Stadt Gifhorn.
- Gespräche zwischen IG Metall, Betriebsrat und IAV-Vorstand laufen weiter, Entscheidungen sind noch nicht gefallen.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt betroffen
- Bis zu 1.400 Arbeitsplätze bei IAV betroffen, darunter 1.250 in Berlin
- Beschäftigte in Gifhorn ebenfalls von längeren Arbeitszeiten, tariflichen Verschlechterungen und Personalabbau betroffen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Schließung des IAV-Standorts Berlin geplant
- Abbau von bis zu 1.400 Arbeitsplätzen, betrifft auch andere Standorte
- Kritik an der positiven Kommunikation der Stadt Gifhorn zur Situation
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Korrektur des kommunikativen Fehltritts der Stadt Gifhorn gefordert
- Klare Positionierung gegen Standortschließungen und Tarifabbau verlangt
- Fortsetzung der Gespräche zwischen IG Metall, Betriebsrat und IAV-Vorstand
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