Transatlantik-Koordinator: Trump würde Tomahawk-Kauf zustimmen

17. Mai 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: Deutschland und USA im Verteidigungsdialog

Washington () – Die Bundesregierung glaubt trotz des abgekühlten Verhältnisses zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und US-Präsident Donald Trump weiter an den geplanten Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern in den USA.

„Wenn der Kauf von Tomahawks nur eine Frage des Preises wäre, dann wäre Trump sofort dabei“, sagte der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Metin Hakverdi, der „Welt“. Er habe dazu in Washington unterschiedliche Stimmen gehört: Die Absage der Stationierung sei eine emotionale Entscheidung des Präsidenten gewesen. Oder Trump benutze das Thema als Verhandlungschip, bis hin zum Argument, dass die Lager und die Produktionskapazitäten erschöpft seien.

Trotz der jüngsten Spannungen zwischen Trump und Merz würden Deutschlands Investitionen in die eigene Verteidigung weiter wohlwollend wahrgenommen. Etwa auch die Entscheidung, ein Minenjagdboot ins Mittelmeer zu verlegen, das nach Ende des Kriegs im in der Straße von Hormus eingesetzt werden könnte. „Es wird in Washington klar wertgeschätzt, dass wir bereits Maßnahmen getroffen haben, unsere Minenräumkapazitäten in Richtung Südosten zu bewegen, in unserem legalen Raum, also ins Mittelmeer. Das wird von US-Seite sehr genau beobachtet“, so Hakverdi.

Trumps folgenschwere Reaktion auf Merz` Kritik Anfang des Monats werde grundsätzlich „in Washington als eine persönliche Sache gewertet, dass Trump persönlich enttäuscht war“, sagte Hakverdi. Das ändere aber nichts daran, dass aus US-Sicht sicherheitspolitische Anforderungen erfülle oder sogar übererfülle, so der SPD-Politiker. Der Nato-Gipfel Anfang Juli in Ankara sei „die nächste gute Gelegenheit, um auf den deutschen Beitrag hinzuweisen“.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Metin Hakverdi (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundesregierung glaubt weiterhin an Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern, trotz Spannungen zwischen Merz und Trump
  • Entscheidung, ein Minenjagdboot ins Mittelmeer zu verlegen, wird in Washington positiv wahrgenommen
  • Nato-Gipfel Anfang Juli in Ankara bietet Gelegenheit, deutschen Beitrag hervorzuheben

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Deutschland, USA
  • Zielgruppen: Bundeskanzler Friedrich Merz, US-Präsident Donald Trump, NATO-Partner
  • Zeitpunkt: NATO-Gipfel Anfang Juli, aktuelle Spannungen als Kontext

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Abgekühltes Verhältnis zwischen Merz und Trump
  • Emotionale Entscheidung Trumps zur Absage der Tomahawk-Stationierung
  • Investitionen Deutschlands in eigene Verteidigung werden in den USA wohlwollend wahrgenommen
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